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Festnahme im Fall Lübcke  – Spuren ins rechte  Milieu?
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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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Festnahme im Fall Lübcke – Spuren ins rechte Milieu?

NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Mit Aufklärungsquote ganz weit vorne

14.03.2019

Nordenham An das Spitzenergebnis des Vorjahres ist das Polizeikommissariat Nordenham zwar nicht ganz herangekommen, aber die Aufklärungsquote in der nördlichen Wesermarsch hat auch in 2018 deutlich über dem Landesdurchschnitt gelegen.

Die Nordenhamer Ermittler konnten 72,61 Prozent der angezeigten Fälle erfolgreich abschließen. Dafür gibt es ein dickes Job vom Chef: „Das ist ein hervorragender Wert“, sagt Kommissariatsleiter Patrick Hublitz und zollt seinem Team große Anerkennung für die „enorm gute Arbeit“. Für Diebe, Einbrecher, Betrüger und alle anderen Kriminellen bedeutet das, dass sie im Kreisnorden schlechte Karten haben. „Für Straftäter ist das Entdeckungsrisiko hier sehr hoch“, betont der Polizeirat.

Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote des rund 70 Mitarbeiter starken Kommissariats, das für die Stadt Nordenham sowie für die Gemeinden Butjadingen, Stadland und Jade zuständig ist, hat sich gegenüber dem Vorjahr (73,85 Prozent) geringfügig verringert. Aber der Vergleich mit dem Durchschnittswert in ganz Niedersachsen (62,8 Prozent) macht deutlich, dass die Nordenhamer Polizei nach wie vor bestens da steht. Das sieht auch der Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch so: „Wir sind weiterhin auf einem sehr guten Weg“, sagt Jörn Stilke.

Die komplette Statistik als Grafik finden Sie hier.

Dass die Ermittler in der nördlichen Wesermarsch so erfolgreich sind, hängt auch mit den geografischen Gegebenheiten zusammen. Aufgrund der Halbinsellage treiben auswärtige Ganoven hier vergleichsweise selten ihr Unwesen. Das bestätigt der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Bernd Morawietz: „In Nordenham haben wir überwiegend örtliche Täter“, weiß er.

Gesamtzahlen

Laut der am Mittwoch vorstellten Kriminalstatistik hat die Gesamtzahl der Fälle im Bereich des Nordenhamer Kommissariats leicht von 2527 auf 2621 zugenommen. Das ist für die Ermittler jedoch kein Anlass zur Besorgnis, zumal es für diese Entwicklung eine Erklärung gibt: „Das liegt an der stark intensivierten Ermittlungstätigkeit im Rauschgiftbereich“, sagt Dienststellenleiter Patrick Hublitz. In der Langzeitbetrachtung sei das Aufkommen an Straftaten weiter rückläufig.

Rohheitsdelikte

Nicht erklären kann sich die Polizei dagegen die steigende Zahl an Tatverdächtigen, die unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Ihr Anteil ist von 183 auf 220 gewachsen. Und weil im Promillenebel schnell die Hemmschwelle sinkt, haben die Ordnungshüter auch bei den Rohheitsdelikten wie Körperverletzungen und Bedrohungen eine Zunahme der Fallzahlen verzeichnet: von 446 auf 532. Zu diesem unerwünschten Trend haben nach Angaben des Kriminal- und Ermittlungsdienstleiters Bernd Morawietz aber auch die sogenannten sozialen Medien beigetragen. Demnach kommt es immer öfter vor, dass Menschen von Cybermobbing über Whats­App, Facebook und Co. betroffen sind. Wiederum positiv entwickelt sich die Aufklärungsquote in der Sparte der Rohheitsdelikte: Sie hat sich von 91,26 auf 95,30 Prozent verbessert.

Wohnungseinbrüche

Obwohl viele Bürger das Gegenteil empfinden, ist in der nördlichen Wesermarsch das Risiko vergleichsweise gering, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden. Der schon seit Jahren zu beobachtende Abwärtstrend bei den Einbruchsdiebstählen hat sich 2018 fortgesetzt. Die Zahl ist von 45 auf 29 auf gesunken. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote in dieser Kriminalitätssparte von 24,44 auf 58,62 Prozent gestiegen. Dass es zu weniger Wohnungseinbrüchen kommt, lässt sich laut Bernd Morawietz auch damit begründen, dass solche Delikte seit 2017 als Verbrechenstaten eingestuft werden und somit ein erhöhtes Strafmaß droht. „Das hat eine abschreckende Wirkung“, sagt der Kriminalhauptkommissar.

Eigentumsdelikte

Ebenfalls rückläufig ist das Aufkommen an Eigentumsdelikten. Die Zahl der Diebstähle, Unterschlagungen und Sachbeschädigungen verringerte sich von 689 auf 627. Die Aufklärungsquote der Nordenhamer Polizei in diesem Bereich verschlechterte sich zwar von 39,04 auf 36,26 Prozent, liegt aber immer noch über dem Landesdurchschnitt von 34,45 Prozent.

Rauschgifthandel

Weil die Polizei ihre Ermittlungsarbeit im Drogenmilieu erheblich verstärkt hat, ist die Zahl der Rauschgiftkriminalitätsfälle von 221 auf 272 nach oben geschnellt. Dazu passt die ebenfalls erhöhte Aufklärungsquote, die in dieser Sparte von 95,02 auf 96,69 Prozent gestiegen ist.

Sexualstraftaten

Dass die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von 29 auf 49 zugenommen hat, hängt mit einer Neufassung des Sexualstrafrechts zusammen. Darunter fallen jetzt auch Taten, die zuvor als Beleidigung galten. Die Aufklärungsquote beläuft sich hier auf 87,76 Prozent.

Gewalt gegen Beamte

Einen „erfreulichen Rückgang“ vermeldet das Nordenhamer Kommissariat bei den Gewaltdelikten gegen Polizeibeamte. Den 16 Vorfällen in 2017 standen im vergangenen Jahr 11 gegenüber.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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