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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Sanierungsfall In Nordenham: Wenn der Rathausturm ein Schandfleck ist

01.12.2017

Nordenham Bei der Diskussion um Abriss oder Sanierung des Rathausturms haben bisher die Fassadenschäden im Mittelpunkt gestanden. Doch jetzt liegt auch eine mehrseitige Liste vor, die schonungslos die Schwachstellen im Inneren des Turms und des Nebengebäudes aufzeigt.

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Gruselige Visitenkarte

Als der Bauausschuss am Mittwochabend die Mängel in Augenschein nahm, kamen die Ratsmitglieder aus dem Staunen kaum heraus. Besonders schlimm sieht es im Standesamt aus. Dort ist Regenwasser aus defekten Fallrohrleitungen in die Büroräume eingedrungen und hat zu Feuchtigkeitsschäden an den Wänden und im Fußboden geführt. Hinzu kommt ein muffiger Geruch, den die Mitarbeiter und die Besucher ertragen müssen. „Dabei sollte das Standesamt eigentlich ein Aushängeschild der Stadt Nordenham sein“, sagte Sonja Brödje. Die Standesamtsleiterin berichtete von „entsetzten Blicken“, mit denen vor allem auswärtige Besucher auf die Zustände reagieren.

Bauausschussvorsitzender Lutz Schubert (SPD) warf angesichts des Schimmelbefalls sogar die Frage auf, ob der Bürotrakt aus gesundheitlichen Gründen nicht geschlossen und das Standesamt ausgelagert werden sollte. Das wäre nach Meinung des stellvertretenden Verwaltungschefs Bert Fresse allerdings mit einem enormen Aufwand und viel Geld verbunden. Im Rathaus selbst stünden keine geeigneten Ausweichräume zur Verfügung, weil das Standesamt barrierefrei zugänglich sein müsse. Laut Bert Freese soll versucht werden, die genauen Ursachen der Wasserschäden zu ermitteln und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dazu könnte unter Umständen eine Kompletterneuerung des Flachdaches gehören.

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Ärger mit Feuchtigkeit und Schimmelbildung gibt es auch in vielen anderen Räumen des Rathausturms. So einfach beheben lässt sich das Problem nach Angaben der Bauverwaltung nicht, zumal sich die Leitungen im Mauerwerk befinden und die genauen Leckstellen schwer zu orten sind. Daher bleibe kaum eine andere Wahl, als neue Fallrohre außerhalb des Gebäudes zu installieren und die Leitungen umzulegen. Das ist im Zuge eines Notreparaturprogramms zum Teil auch schon geschehen. Darüber hinaus wurden die undichten Dächer über dem Standesamt und dem Zwischengang ausgebessert sowie Wasserleitungen im Keller und ein Heizungsdruckbehälter erneuert.

Eine Entscheidung

über die Zukunft des 1972 fertiggestellten Rathausturms, der in den ersten Jahren als Wasserturm diente, soll nach Angaben von Bürgermeister Carsten Seyfarth im nächsten Frühjahr fallen. Baudezernentin Ellen Köncke hatte bereits von einem „wirtschaftlichen Totalschaden“ gesprochen. Ob sich eine Sanierung des 46,60 Meter hohen Gebäudes tatsächlich nicht lohnt, sollen noch auszufertigende Kosten- und Bedarfsberechnungen aufzeigen. Für die Planung stehen Haushaltsmittel in Höhe von 50 000 Euro in 2018 und 200 000 Euro in 2019 bereit.

Hier eine Auswahl an noch nicht erledigten Punkten auf der Mängelliste: altersschwache Leitungen, Pumpen und Boiler für die Warmwasserversorgung, marode Wasserleitungen im Kellergeschoss, Rostschäden an den Heizungsleitungen, veraltete WC-Anlagen, nicht normgerechter Aufzug, defekte Fenster, fehlende Wärmedämmung, überholungsbedürftige Elektrik und Beleuchtung, Trennwände ohne Schallschutz, Leckstellen im Dach des Rathausturms, Wasserschäden im Fußboden.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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