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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Mehr Auslauf für Hunde und Katzen

19.06.2019

Nordenham Bonnys fünf Katzenbabys müssen sich noch ein wenig gedulden, bevor sie vermittelt werden können. Das Gleiche gilt für die Rasselbande, die Jacqueline Adamietz, die Leiterin des städtischen Tierheims, in einem anderen Raum untergebracht hat. Nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen öffnet sie die Tür. „Sie glauben gar nicht, wie schnell die hier rausflitzen“, erzählt Jacqueline Adamietz, die zurzeit so viele Katzen beherbergt wie selten zuvor. Insgesamt sind es 48, darunter 31 Babys, die erst in neue Hände kommen, wenn sie zwölf Wochen alt sind.

Jacqueline Adamietz hat alle Hände voll zu tun. Seit Oktober 2017 leitet sie das Tierheim, das in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. Gebraucht wird es wie eh und je. Das zeigen allein die Zahlen aus 2018. 112 Katzen hatten im vergangenen Jahr ihr vorübergehendes Zuhause im Tierheim. 77 von ihnen wurden vermittelt, 11 gingen an die Eigentümer zurück. Außerdem hat das Tierheim 22 wildlebende Katzen kastrieren lassen und zurück zum Fundort gebracht. Von den 18 Hunden, die im vergangenen Jahr im Tierheim landeten, wurden 10 vermittelt und 8 gingen zurück an die Eigentümer.

Sommerfest im Nordenhamer Tierheim

Das Moyzes-Tierheim an der Deichstraße 150 in Volkers lädt für Sonntag, 30. Juni, zu einem Sommerfest ein. Von 11 bis 18 Uhr können sich Besucher über die Arbeit des Tierheims informieren und darüber hinaus verschiedene Angebote nutzen. Die Tierheim-AG des Nordenhamer Gymnasiums lädt zum Dosenwerfen ein. Eine Tombola, eine Hüpfburg, eine Schminkstation für Kinder und ein kleiner Flohmarkt mit Tierzubehör gehören ebenfalls zum Angebot. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr können die Besucher Vorführungen des Hundesportvereins Nordenham bestaunen. Von 14 bis 17 Uhr ist der Karikaturenzeichner Robert Gurthat aus Brake zu Gast. Es werden selbst gefertigte Halsbänder und Hundeleinen angeboten. Auch für Bratwurst, Pommes, Kuchen und Getränke ist gesorgt.

Freiwillige Aufgabe

Die Einrichtung eines Tierheims ist eine freiwillige Aufgabe.  Die Stadt Nordenham ist die einzige Kommune in der ganzen Wesermarsch, die ein Tierheim unterhält. Die Einrichtung geht auf das Erbe der Eheleute Eduard und Hildegard Moyzes zurück, die in ihrem Testament die Stadt Nordenham als Erbin ihres Vermögens eingesetzt hatten. Die Stadt hat das Erbe angenommen und die damit verbundene Auflage erfüllt, in Nordenham ein Tierheim zu errichten und zu betreiben. Nach umfangreichen Umbauarbeiten wurde es im Februar 1989 eingeweiht.

Die Stadt kommt für den Unterhalt des Gebäudes auf. Und sie deckt die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Ausgaben auf 24 000 Euro. Den größten Posten machen dabei die Tierarztrechnungen aus. Einnahmequelle sind in erster Linie die Vermittlungsgebühren. Wer zum Beispiel eine Katze aus dem Tierheim nimmt, bezahlt 70 Euro. Er bekommt dafür ein Tier, das gechipt, entwurmt, geimpft und entfloht ist. Erwachsene Katzen sind außerdem kastriert. Bei Katzenbabys bekommen die neuen Halter einen Kastrationsgutschein dazu. Die Einnahmen beliefen sich im vergangenen Jahr auf knapp 12 000 Euro.

Auslaufflächen für Hunde

Nach den Worten der städtischen Ordnungsamtsleiterin, Ursula Wilkens, sind Futter- und Geldspenden willkommen. Sie stellt klar, dass solche Spenden dem Tierheim mehr Spielraum für Investitionen geben. Die Versorgung der Tiere sei auch ohne Spenden sichergestellt. Zu den Investitionen gehört zum Beispiel ein Vorhaben, das kurz vor dem Abschluss steht. Die Stadt hat Zäune setzen lassen, so dass drei separate Auslaufflächen für Hunde entstanden sind. Ausgestattet sind sie jeweils mit einer Hundehütte aus der Holzwerkstatt der evangelischen Jugend.

Als nächstes möchte Jacqueline Adamietz eine Auslauffläche für wilde Katzen einrichten. Diese Katzen, die in der Regel nur eine kurze Zeit im Tierheim verbringen, wo sie kastriert und aufgepäppelt werden, fühlen sich in geschlossenen Räumen nicht besonders wohl. Ihnen möchte Jacqueline Adamietz einen stressfreieren Aufenthalt unter freiem Himmel ermöglichen. Bei der Umsetzung solcher Maßnahmen steht das Tierheim im engen Austausch mit der Fachaufsicht, dem Veterinäramt des Landkreises.

Für die Zeit nach den Sommerferien kündigt Jacqueline Adamietz, die zuletzt in einer dem Tierheim angegliederten Wohnung gelebt hat, eine Änderung an. Weil sie gemeinsam mit ihrem Mann in einen Resthof zieht, ist sie künftig nicht mehr rund um die Uhr im Tierheim anzutreffen. Zu der bisherigen Öffnungszeit am Mittwoch von 14 bis 18 Uhr kommen zwei weitere, und zwar am Dienstag und Donnerstag jeweils von 9 bis 12 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können Termine unter Telefon   04731/37875 oder 0172/8583669 vereinbart werden.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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