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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Hundstage setzen auch den Bienen zu

28.07.2018

Nordenham /Wesermarsch Seit sieben Jahren ist Martha Heppel im Vorstand des Tierschutzvereins Wesermarsch aktiv. Seit eineinhalb Jahren ist sie 1. Vorsitzende. So viele Anrufe wie in diesen Tagen hat sie noch nie bekommen. Einheimische, aber auch Touristen machen sich wegen der extremen Trockenheit und Hitze Sorgen um Tiere.

Besorgte Touristen

Mancher Tourist aus einer Großstadt fragt, ob die Kühe auf der Weide oder die Schafe am Deich nicht leiden? „Ich kann ihnen sagen, dass keine Gefahr im Verzug ist und Wasser ausreichend vorhanden ist“, sagt Martha Heppel. „Mitunter bekommt ein Landwirt einen Hinweis, aber da gibt es hier in der Wesermarsch keine Probleme.“

weitere Tipps

Meerschweinchen und Hasen dürfen nicht in einem Käfig auf den Balkon gestellt werden. Die Hitze staut sich und wäre für die Tiere unerträglich. Tiere, die draußen gehalten werden, sollten schattigen Platz zur Verfügung haben. Ideal wären Erdbauten zum Verkrümeln.

In der Wohnungshaltung sollten die Räume kühl gehalten werden. Martha Heppel rät: „Lüften Sie früh morgens. Stellen Sie bitte keine Ventilatoren auf, denn das kann für Kaninchen und Meerschweinchen gesundheitliche Folgen haben.“

Ergänzend weist Martha Heppel auf diese Tipps des Deutschen Tierschutzbundes hin: Rinder, Schafe und Pferde, die auf der Weide gehalten werden, benötigen tierschutzgerechten Witterungsschutz – entweder aus natürlichen Gegebenheiten wie Hecken und Bäumen oder aus künstlichen Einrichtungen. Ein Ausritt in kühleren Morgen- und Abendstunden ist für Mensch und Tier angenehmer als zu wärmeren Tageszeiten. Dass man dem Tier keine „wilde Jagd“ zumutet, sollte selbstverständlich sein.

Die größte Falle für Tiere, so weiß die Vorsitzende des Tierschutzvereins, ist das Auto. Immer wieder müssten Tiere befreit werden. Im Fahrzeug herrschten schnell Temperaturen von mehr als 40 Grad. Generell gilt laut Martha Heppel: Unnötige Fahrten in der Hitze mit Tieren im Auto sollten vermieden werden. Denn Menschen können über ihre Haut am ganzen Körper einen Hitzeausgleich erreichen, Tiere dagegen nicht so breitflächig – vor allem behaarte Tiere.

Der Tierschutzverein Wesermarsch hat wegen der ex-trem heißen und trockenen Wetterperiode Tipps und Tricks von Experten und von der Tierschutzorganisation TASSO (Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland) zusammengetragen:

 Mit dem Hund sollte man auf keinen Fall in der Mittagshitze Gassi gehen, sondern morgens und abends. Niemals darf ein Hund im Auto gelassen werden, denn das wäre sein Todesurteil. Über ein Planschbecken zum Abkühlen würde sich fast jeder Hund freuen.

 Katzen brauchen Abkühlung, obwohl sie Wüstentiere sind. Man kann sie mit einem feuchten Handtuch abreiben, ihnen Kühlmatten oder nasse Handtücher auf den Boden legen.

Auch eine Wanne mit Wasser und Spielzeug drin ist laut Tierschutzverein Wesermarsch sehr hilfreich. Denn hier können sich Katzen spielerisch abkühlen. Martha Heppel appelliert: „Bitte sprühen sie Katzen niemals mit einer Sprühflasche nass. Das ist nicht hilfreich, sondern jagt Katzen eher Angst ein.“

 Halter von Pferden und Wildtieren sind verpflichtet, ihren Tieren ausreichend Wasser und Schattenplatz zu bieten.

 Wer einen Garten oder Balkon besitzt, kann den Vögeln und Insekten Wasser bereitstellen. „Für Insekten, gerade für Bienen und Hummeln, ist Zuckerwasser ganz hilfreich. Man kann das ganz einfach selbst anmischen“, rät Martha Heppel.

Mini-Tränke nötig

Das Tränkegefäß müsse aber ganz klein sein, damit Bienen und Hummeln darin nicht ertrinken. Geeignet seien zum Beispiel Legosteine, die man mit Zuckerwasser füllen könne. „Wir haben festgestellt, dass Bienen und Hummeln an diese ganz kleinen Gefäße auf der Terrasse oder auf dem Balkon herangehen.“

  Für Fragen steht der Tierschutzverein Wesermarsch gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind Nina Tonn (Telefon 04401/2798315) und Martha Heppel (per Mail erreichbar unter martha.heppel@tierschutzverein-wesermarsch.de).

Horst Lohe
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2206

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