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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Cannabis-Farm aus großer Entfernung erschnuppert

20.01.2018

Oldenburg /Nordenham Wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Rauschgift müssen sich seit Freitag drei Männer aus Bremen vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt den drei Angeklagten im Alter zwischen 32 und 51 Jahren zur Last, auf dem Dachboden eines Stallgebäudes in Nordenham eine riesige Indoor-Drogenplantage betrieben zu haben.

Die Anlage war ausgelegt für 1800 Marihuana-Pflanzen. Eine erste Ernte sollte rund 30 Kilogramm Rauschgift mit einem Straßenverkaufswert von 130 000 Euro bringen.

Bei dem ältesten Angeklagten soll es sich um einen der Chefs der Bande handeln. Ein zweiter Chef ist bereits in einem gesonderten Verfahren zu gut vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Den Männern soll es ums Geld gegangen sein. Der bereits Verurteilte musste seine teure Kokainsucht finanzieren. Den Stall hatten die Angeklagten unter falschem Namen angemietet. Der Vermieter soll direkt neben dem Stall gewohnt beziehungsweise dort gearbeitet haben.

Er will von dem Treiben der Angeklagten nichts bemerkt haben. Gerochen habe er auch nichts. „Wie kann das sein“, fragte am Freitag der Vorsitzende Richter Horst Kießler. Er spielte bei dieser Frage auf den Umstand an, dass Polizeibeamte die stark riechende Drogenplantage in einer Entfernung von mehreren 100 Metern erschnuppert hatten.

Der Prozess konnte am Freitag erst mit Verzögerungen beginnen. Ein Kamerateam wollte die Angeklagten filmen. Das aber wollten die Angeklagten nicht. Sie weigerten sich, den Saal zu betreten, so lange das Kamerateam anwesend war.

Das Team hatte dann 20 Minuten lang die leeren Stühle der Angeklagten gefilmt und war dann gegangen. Im Verfahren erklärten die Angeklagten, zunächst nichts zu den Vorwürfen sagen zu wollen. Der älteste Angeklagte (mutmaßlich einer der Chefs) ließ über seinen Anwalt ausrichten, dass er mit der ganzen Sache gar nichts zu tun habe.

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