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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Palliativstation mit fünf Betten entsteht

09.02.2017

Brake Im Braker St.-Bernhard-Hospital wird noch in diesem Jahr eine Palliativstation mit fünf Betten eröffnet. Das berichtete Klinik-Geschäftsführer Ingo Penner während der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit am Dienstag im Kreishaus. Die Kosten bezifferte er auf 350 000 Euro. Nach seinen Worten handelt es sich um Eigenmittel.

Seit mehreren Jahren ist die Hospiz- und Palliativversorgung auch im Landkreis Wesermarsch ein Thema. Hilfe und Begleitung für Betroffene und deren Angehörige bieten die Hospizhilfe Nordenham, der Hospizdienst des Diakonischen Werkes sowie das Palliativ-Netzwerk an. „Wir als Klinik sind ein Teil des Ganzen“, machte Ingo Penner deutlich. Er führte aus, dass durch die konfessionelle Ausrichtung des Hauses die Seelsorge und Ethik breiten Konsens bei den Mitarbeitern gefunden haben. „Durch die onkologischen Fachärzte war man schon immer mit dem Thema berührt gewesen. Ärztliches und pflegerisches Personal verfügen über eine Zusatzausbildung“, betonte er. Auch sei das St.-Bernhard-Hospital Fortbildungsstätte für Palliativfachkräfte. Die Voraussetzungen für eine Palliativstation seien gegeben.

Im hinteren, südlichen Bereich des Krankenhauses, zentral auf Station 1, wird die Palliativstation eingerichtet. Am Beispiel des St.-Johannes-Hospitals in Varel würde „die kleinste organisatorische Einheit“ mit fünf Betten entstehen mit einem Einzel- und zwei Doppelzimmern. „Die Zimmer werden sich deutlich von einem Krankenhauszimmer unterscheiden“, merkte der Geschäftsführer an. Die Patienten sollten sich geborgen fühlen, jedes Zimmer bekäme eine Sitzecke und eigene Nasszelle, es würde eine Küche und ein Wohnzimmer für die Gemeinschaft geben. „Wir werden versuchen, auch eine große Dachterrasse einzurichten, damit Patienten auch nach draußen gehen können“, sagte Ingo Penner.

Der Startschuss für den Umbau sei im Januar gefallen, teilte er weiter mit. Zurzeit befinde man sich in der Bauplanung. Ab Juni bis September könnten die Umbauarbeiten erfolgen, mit der Inbetriebnahme rechnet Ingo Penner im Oktober/November. Die Zimmer würden 30 bis 40 Quadratmeter groß werden. Insgesamt investiere das St.-Bernhard-Hospital etwa drei Millionen Euro in die Stationssanierungen.

Auf die Frage, warum zwei Doppelzimmer eingerichtet werden, erwiderte der Geschäftsführer, dass viele Patienten nicht alleine liegen wollten. Das hätten die Erfahrungen seit zwei Jahren in Varel gezeigt. Anspruch müsse es sein, die Patienten immer zurück in den häuslichen Raum zu entlassen. „Keiner möchte so gerne in einem Krankenhaus sterben.“

Der Geschäftsführer geht von einer hohen Belegung der Palliativstation aus. Vier Mediziner sowie fünf Pflegekräfte mit Zusatzqualifikationen sowie Ehrenamtliche betreuen die Patienten. Eingebunden sind auch der Psychologische Dienst, das Sozialamt, die Seelsorge und Physiotherapie.

Ulrich Schlüter
Elsfleth
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2320
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