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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Per Boot zur Vermisstensuche

14.07.2015

Lemwerder Erstmalig war die Lemwerderaner Rettungshundestaffel (RHOT) vier Tage lang Gastgeber des Rescue-Camps. 14 vierköpfige Teams mit Hunden und Begleitern waren dazu aus ganz Deutschland angereist, um ihr Lager auf dem Ritzenbütteler Sand aufzuschlagen.

Aber trotz Badesee auf dem Campgelände und guten Wetterverhältnissen: Entspannung war hier Fehlanzeige. 36 Stunden lang waren Mensch und Tier einsatzbereit, verschiedene Unglücksszenarien spielten sich in diesem Zeitraum ab.

Ein Jahr lang hatte das fünfköpfige Lemwerderaner Organisationsteam um Ortsbrandmeister Lars Prößler Vorbereitungen für das Camp getroffen, zu dem sieben Schadstellen mit unterschiedlichen Herausforderungen gehörten. Zeit, um selber teilzunehmen, blieb da nicht. Aber das dicke Lob, das es hinterher für die perfekte Organisation von den Teilnehmern und den fünf internationalen Richtern gab, war sicherlich eine Entschädigung dafür.

In Bremen Gröpelingen mussten sich die Hundeführer mit ihren Tieren von Containern abseilen. In Ganderkesee musste bei einer Flächensuche innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein großes Waldstück mit Hilfe von Karte und Koordinaten durchkämmt werden. Eine spannende Erfahrung waren für viele Teams auch die Trümmersuchen in Ochtum oder Wildeshausen, wo der Bauunternehmer auch einen Baggerfahrer bereitstellte, der beim Eingraben der „Opfer“ half. Bis zu sechs Stunden verbargen sich Helfer dafür in Erdlöchern oder zwischen Steinbrocken – nicht jedes Team schaffte es, die ihnen unbekannte Zahl an Vermissten innerhalb des Zeitrahmens aufzuspüren.

Eine neue Erfahrung war für einige Spürnasen auch die Bootsfahrt: Patrick Niehus von der DLRG Stedingen beförderte die Teams vom Lemwerderaner Yachthafen zum Ochtumsperrwerk, wo sie unter den wachsamen Augen von RHOT-Mitglied Monika Brumund und Richter Volker Marx zur Trümmersuche starteten.

„Wichtig ist bei einer Suche immer, dass sich weder die Hundeführer noch ihre Tiere in Gefahr begeben. Hat der Hund ein Opfer gefunden, muss er dort stehen bleiben und es dem Hundeführer durch Bellen anzeigen“, erklärte Monika Brumund, die am Freitag im Rescue-Camp ihren 60. Geburtstag feierte.

13 von insgesamt 14 Vermissten spürte das Team des Technischen Hilfswerks (THW) aus Wuppertal auf, hieß es bei der Siegerehrung am Sonntagmorgen. Die Wuppertaler sicherten sich so den ersten Platz in der Gesamtwertung und erhielten dafür neben dem Wanderpokal und Urkunden von Lars Prößler außerdem neue Sicherheitsschuhe. Die Plätze zwei und drei belegten die Malteser aus Schwäbisch-Gmünd und das Deutsche Rote Kreuz Sachsen.

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