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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Rettungshubschrauber pickt Urlauber aus dem Watt

21.04.2017

Tossens Diesen Aufenthalt in Butjadingen werden die beiden Urlauber aus dem nordrhein-westfälischen Steinheim wohl nicht so schnell vergessen. Ein Ausflug ins Watt hat ihnen am Donnerstagnachmittag einen Freiflug im Rettungshubschrauber beschert – und einen Großeinsatz am Friesenstrand in Tossens ausgelöst. Das Paar kam am Ende mit den Schrecken davon.

Der 31-jährige Mann und seine 30 Jahre alte Begleiterin waren nach Auskunft von Renke Hessenius, Pressesprecher der Feuerwehr Tossens, bei Niedrigwasser mit ihrem Hund ins Watt gegangen und in Richtung Unterfeuer marschiert. Dabei wurden sie vom auflaufenden Wasser überrascht, das ihnen den Rückweg abschnitt. Die Urlauber hatten zum Glück ein Handy dabei, so dass sie in ihrer misslichen Lage unter 112 Alarm auslösen konnten. Und Glück hatten sie auch, dass sie auf einer erhöhten Sandbank standen, als hinter ihnen der Priel volllief.

Neben der Tossenser Wehr rückten auch die Kameraden aus Stollhamm, die DLRG, die Polizei, zwei Rettungswagen und ein Notarzt an den Friesenstrand aus. Drei Mitglieder der DLRG machten sich unter der Leitung von Cord Janßen sofort auf ins Watt, um die Urlauber zu beruhigen. Ehe sie das Paar erreicht hatten, war aber schon der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ im Anflug, dessen Besatzung die beiden Touristen und ihren schwarzen Labrador schließlich mit einer Seilwinde an Bord hievte.

Der Helikopter landete direkt am Friesenstrand, um seine drei Passagiere wieder abzusetzen. Nach Auskunft der Polizei blieben der Mann und der Hund unverletzt. Die Frau habe einen leichten Schock erlitten, eine ärztliche Behandlung aber abgelehnt, heißt es aus dem Nordenhamer Kommissariat.

Die Sache hätte auch wesentlich schlimmer ausgehen können. Die Wassertemperatur betrug nach Auskunft von Wattführer Matthias Schulz, der ebenfalls vor Ort war, am Donnerstag neun Grad. Das bedeutet, dass bei den Urlaubern, hätten sie komplett im Wasser gestanden oder gelegen, nach neun Minuten die Unterkühlung eingesetzt hätte. Ohne die schnelle Hilfe, so auch die Einschätzung der DLRG, hätte für die Nordrhein-Westfalen Lebensgefahr bestanden – zumal im Priel starke Strömung herrsche.

DLRG-Einsatzleiter Cord Janßen rät grundsätzlich dazu, nicht alleine ins Watt zu gehen, sondern statt dessen lieber eine geführte Wattwanderung zu unternehmen. Dabei gibt es nicht nur viele interessante Informationen. Es ist vor allem erheblich sicherer.

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