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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Kein zweites Barcelona beim Markt

02.09.2017

Rodenkirchen Der Rodenkircher Markt wird zur Festung. Alle Eingänge werden mit Betonbarrieren versperrt, damit kein schweres Fahrzeug, etwa ein Lastwagen, in die Budenstadt brausen und Menschen töten kann.

Das hat Bürgermeister Klaus Rübesamen am Donnerstagabend in der Ratssitzung mitgeteilt. Zwei Tage nach dem grausigen Terroranschlag in Barcelona vom 17. August mit 15 Todesopfern hatte er einen Termin mit dem Polizeikommissariat Nordenham, das einen deutlich höheren Sicherheitsaufwand forderte. Noch stehen längst nicht alle Einzelheiten fest, aber klar ist, dass der erhöhte Sicherheitsaufwand für jeden Marktbesucher unübersehbar sein wird.

Geplant ist, an den Eingängen in Höhe des Feuerwehrhauses, des Stadlander Platzes und an der Marktstraße jeweils mehrere Betonpoller aufzustellen, wie sie auch eingesetzt werden, um Festzelte in der Windlastzone 4 zu stabilisieren. Dabei müssen die Poller so versetzt aufgestellt werden, dass einerseits kein schweres Fahrzeug eindringen kann, andererseits aber die Rettungsfahrzeuge im Slalom passieren können.

Außerdem kann die Gemeinde die Sicherheit nicht mehr vollständig an die Polizei auslagern, sie muss eine private Sicherheitsfirma engagieren. Acht Sicherheitskräfte pro Tag hält die Polizei für erforderlich. Weil der Markt am Wochenende bis in den frühen Morgen geöffnet ist, muss dann weiteres Personal zur Verfügung stehen.

Einen Beitrag will die Gemeinde auch leisten, indem sie während der vier Volksfest-Tage das Hausrecht auf dem Marktplatz auf die Feuerwehr Rodenkirchen überträgt, die sowieso rund um die Uhr Marktwache hält.

Noch offen ist nach Auskunft von Klaus Rübesamen, ob die Marktstraße während der vier Festtage für den Autoverkehr gesperrt wird. Derzeit diskutiere die Gemeindeverwaltung mit der Verkehrsbehörde des Kreises, diese Achse zwischen Stadlander Platz und Netto-Markt vom motorisierten Verkehr frei zu halten. Doch auch in diesem Punkt sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

 Beim Umzug am Marktsonnabend setzt die Gemeinde ebenfalls auf besseren Schutz: So müssen die Treckergespanne mit Tauen gesichert werden, die von Begleitpersonen gehalten werden, damit die schweren Fahrzeuge niemanden gefährden. Zudem will Marktmeister Hannes Miek an die Umzugsteilnehmer auf den Anhängern appellieren, weniger Alkohol zu trinken und die Musik leiser zu stellen, wenn hinter ihnen eine Kapelle spielt.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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