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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Zum Festakt ertönt das Brandhorn

25.06.2018

Seefeld Einen runden Geburtstag hat die Freiwillige Feuerwehr Seefeld am Sonnabend auf dem Mühlengelände gefeiert. . Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Ortswehr standen ein Festakt und eine Brandparty auf dem Programm.

In einem großen Zelt begrüßten Ortsbrandmeister Stephan Hennings und sein Stellvertreter Eric Ripphoff mit einem Brandhorn die zahlreichen Gäste. Dazu gehörten Vertreter der Gemeinde Stadland, der Feuerwehren Reitland und Schwei sowie der befreundeten Vereine. Auch Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers und sein Stellvertreter Jürgen Hahn waren anwesend.

Stephan Hennings blickte auf die Geschichte der Feuerwehr in Seefeld zurück, deren Anfänge sogar bis ins Jahr 1877 reichen. Am 12. September 1927 erklärten sich 75 Männer aus der Gemeinde Seefeld während einer Versammlung im Deutschen Haus bereit, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. Dies war die Geburtsstunde der Feuerwehren Seefeld und Reitland. Gleich nach der Gründung wurde das Gerätehaus auf dem Hof der Grundschule gebaut. Stephan Hennings schilderte, wie damals noch mit einem Brandhorn alarmiert wurde. „Entweder fuhr ein Kamerad mit dem Rad durch den Ort oder man fuhr zu zweit mit dem Motorrad und blies mit voller Kraft in das Horn “, erzählte er.

Einen ihrer größten Einsätze hatte die Seefelder Wehr 1962 während der großen Sturmflut. Vom 16. bis 26. Februar war die damalige Katastrophenschutzgruppe im Einsatz. Eine Frauensparte gab es ab Februar 1944. Die Jugendabteilung entstand 1975. In dem Jahr wurde auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft ins Leben gerufen, an der die Seefelder von Beginn an beteiligt waren.

Der Ortsbrandmeister machte deutlich, dass die Seefelder Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug benötigt. Auch das Gerätehaus entspricht nach seinen Worten nicht mehr dem Stand der Zeit.

„Ihr leistet eine sehr wertvolle Arbeit“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Walter Damken die Seefelder Feuerwehr. Der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses im Gemeinderat, Siegmar Wollgam (SPD), bekräftigte, dass im Rahmen des Bedarfsplanes alles getan werde, damit die Feuerwehr auch in Zukunft und trotz knapper Kassen über eine gute Ausstattung verfügen könne. Auch die Gemeinderatsmitglieder Wolfgang Fritz (CDU), Elke Kuik-Janssen und Andrea Arens (Bündnis 90/Die Grünen) dankten den Brandrettern für das ehrenamtliche Engagement und lobten die Nachwuchsförderung.

Gemeindebrandmeister Jörg Wiggers freute sich darüber, dass bereits Mitte der 1940er-Jahre Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr ihren Dienst versahen. „Nachdem dies eine Zeitlang ausgesetzt wurde, sind jetzt zum Glück wieder Frauen in der Feuerwehr aktiv“, sagte er.

„Feuerwehr und Kultur gehen gut zusammen“, meinte Claudia Iber-Rebentisch vom Kulturzentrum Seefelder Mühle, „wir wünschen zwar, dass wir euch nie brauchen, wissen aber auch, dass ihr immer für uns da seid.“

Eine Besonderheit war, dass zu dem Festakt alle früheren Ortsbrandmeister seit dem Jahr 1968 erschienen waren. Dazu gehörte auch der 93-jährige Hugo Ahlhorn. Er war von 1958 bis 1968 Ortsbrandmeister in Seefeld, von 1968 bis 1974 Gemeindebrandmeister in Seefeld und nach der Gebietsreform bis 1996 dann Gemeindebrandmeister von Stadland. Als weitere Ehemalige Feuerwehrchefs waren Reiner Böning (Amtszeit von 1988 bis 1994), Klaus Musiol (1994 bis 2005), Jürgen Böning (2005 bis 2013) anwesend.

Auch wenn aufgrund des Fußballweltmeisterschaftsspiels Deutschland gegen Schweden das Festzelt für etwas mehr als 90 Minuten wie leergefegt war, entwickelte sich die Brandparty am Abend zu einem Erfolg. Bis gegen halb fünf in der Früh feierten mehrere Hundert Gäste. Für die Musik sorgte die Band Line Six aus Oldenburg.

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