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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Bürger setzen sich für mehr Sicherheit ein

22.10.2019

Seefeld So kann es nicht weiter gehen. Darüber waren sich zwölf Seefelder Frauen einig, nachdem bei einem Verkehrsunfall an der T-Kreuzung Seefelderschaart /Osterseefeld (Seefelder Straße) Anfang Oktober ein junger Mann verstarb. Es war nicht der erste Unfall an dieser Kreuzung. Die zwölf Frauen aus Seefeld wollen aber sicher gehen, dass es der Letzte war. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet, die auf inzwischen mehr als 30 Mitglieder angewachsen ist. Die Bürgerinitiative „Unfallschwerpunkt Seefelder Schaart“ hat sich, aus Respekt vor der Familie des bei dem Unfall verstorbenen jungen Mannes, zunächst in der Öffentlichkeit bedeckt gehalten.

Das bedeute aber nicht, dass bisher noch nichts passiert sei, sagt Gründungsmitglied Monique Sommer. „Wir haben uns mit Behörden und den Feuerwehren in Verbindung gesetzt und eine Eingabe beim Landkreis gemacht“, erzählt sie.

Große Resonanz

Sie freut sich, dass die Initiative mit ihrem Anliegen bei den Feuerwehren Seefeld und Reitland sofort auf offene Ohren stieß. Auch die Polizei und der Landkreis seien sofort zu Gesprächen bereit gewesen. Ebenso hat die Bürgerinitiative die Anwohner des betroffenen Kreuzungsbereichs mit ins Boot geholt.

„Man hat das Gefühl gehabt, es wird nicht gehandelt, deshalb haben wir gesagt, wir wollen jetzt etwas machen“, erläutert Monique Sommer.

Denn schon in den Jahren 2010, 2011 und 2018 hatten sich an dieser Stelle schwere Unfälle ereignet. Es habe schon früher Versuche gegeben, die Kreuzung als Unfallschwerpunkt zu entschärfen, sagt Inga Baumann, ein weiteres Gründungsmitglied der Bürgerinitiative. „Aber die Versuche sind im Sande verlaufen, das soll dieses Mal nicht passieren“, macht sie deutlich. In der Eingabe der Initiative an den Landkreis, einer Art formlosen Antrag, hat die Bürgerinitiative das Problem aus ihrer Sicht dargelegt und um schnellstmögliche bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Straße Osterseefeld gebeten.

Die Bürgerinitiative zählt mehrere Gründe auf. Zum einen ist der Bereich des Unfallschwerpunktes ein Schulweg. Der Kindergarten und die Schule liegen in unmittelbarer Nähe.

Zum anderen sei der Bereich aufgrund der dort ansässigen Gaststätte Seefelder Schaart stark frequentiert, zum Beispiel durch verschiedene Feierlichkeiten in der Gaststätte, Veranstaltungen von Vereinen oder durch die Besucher der Traditionsgaststätte.

Weiter argumentiert die Bürgerinitiative, dass der Kreuzungsbereich für die Verkehrsteilnehmer nur schwer einsehbar sei, und somit ein Ausweichen des Querverkehrs unmöglich sei, vor allem wenn sich ein Fahrer auf der langen geraden Strecke des Osterseefelds mit überhöhter Geschwindigkeit nähere.

Die Bürgerinitiative schlägt in ihrem Schreiben verschiedene Maßnahmen vor, nach einer zeitnahen Ortsbegehung solle eine schnellstmögliche Interimslösung angegangen werden, bis eine finale bauliche Maßnahme erfolgen kann. Hier schlägt die Bürgerinitiative zum Beispiel eine Verschwenkung der Straße vor, um überhöhten Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer auf der direkt auf die Gaststätte zuführenden geraden Strecke zu verhindern.

Auf der Tagesordnung

Die Bürgerinitiative ist nicht die einzige Gruppe, die im Hinblick auf die Situation an der Kreuzung aktiv geworden ist. Nach Worten von Monique Sommer hat auch die Polizei inzwischen eine Eingabe beim Landkreis eingereicht. Obwohl es sich bei der Seefelder Straße beziehungsweise Osterseefeld um eine Kreisstraße (K189) handelt, hat auch die WPS/SPD/FDP-Gruppe des Stadlander Gemeinderats sich die Situation vor Ort angeschaut und beantragt, die Verkehrssituation an dieser Kreuzung auf die Tagesordnung des Infrastrukturausschusses der Gemeinde zu setzen, der an diesem Mittwoch stattfindet. Auch die Bürgerinitiative will mit einigen Mitgliedern an der Sitzung teilnehmen, sagt Monique Sommer.

Die Verkehrssicherheitskommission des Landkreises Wesermarsch beschäftige sich ebenfalls mit dem Thema, berichtet Monique Sommer. Die Bürgerinitiative freut sich, dass die Behörden bereits aktiv geworden sind. „Wir wollen uns jetzt dafür einsetzen, dass der Weg auch bis zum Ende gegangen wird“, sagt Monique Sommer.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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