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NWZonline.de Region

Camper werden von Wasser überrascht – ein Toter

30.10.2017

Sehestedt Ein 63-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen ist bei der Sturmflut in der Nacht zu Sonntag in Sehestedt ums Leben gekommen. Er hatte mit seinem 59-jährigen Bruder in einem Campingbus übernachtet, als die beiden um 4.30 Uhr vom Wasser überrascht wurden und den Notruf wählten.

Eine Anfahrt zum Strandbad war beim Eintreffen der ersten Funkstreifenwagen aufgrund der einsetzten Sturmflut nicht mehr möglich. Das gesamte Vordeichsgelände war schon überflutet.

Es wurden umfangreiche Such-/Rettungsmaßnahmen unter Alarmierung der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei und der DLRG eingeleitet und durchgeführt. Zusätzlich wurde ein SAR-Hubschrauber angefordert.

Die Bedingungen für den Rettungseinsatz waren dabei äußerst schwierig. Einer der Männer aus Halvar in Nordrhein-Westfalen hatte sich an einen Mast geklammert, ihn konnten die Einsatzkräfte gegen 7.05 Uhr mit dem Boot an Land holen. Er war unterkühlt und wurde in eine Klinik gebracht.

Sein älterer Bruder, mit dem er gemeinsam in Richtung Deich geflüchtet war, konnte mit Hilfe eines Marinehubschraubers gegen 8.30 Uhr nur noch tot geborgen werden. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon aus zu gehen, dass es sich hier um einen tragischen Unglücksfall handelt“, erklärt die Polizei am Mittag. Weiter heißt es: „Die Brüder wollten vermutlich in ihrem Bulli, den sie direkt am Ufer des Jadebusens gestellt haben,übernachten. Sie wurden dann durch die durch den Sturm entstandene Sturmflut überrascht und vom Wasser eingeschlossen. Beim Versuch sich fußläufig in Richtung Deich in Sicherheit zu bringen, ertrank der älterere der beiden Brüder.“ Die Männer hätten ein großes Warnschild mit der Aufschrift „Überflutungsgebiet“ ignoriert, sagte ein Polizeisprecher.

Friederike Liebscher
Berne/Lemwerder
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2321

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