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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Zwei Tote bei Brand in Pflegeheim

03.09.2019

Stollhamm Tragödie in Stollhamm: Bei einem Brand im Pflegeheim Haus Christa sind in der Nacht zu Montag zwei Bewohner ums Leben gekommen. Ein Betreuer, der geistesgegenwärtig die anderen Bewohner des betroffenen Gebäudetraktes evakuierte, erlitt leichte Verletzungen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, das er aber bereits wieder verlassen konnte. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg hat den Einsatz eines Brandsachverständigen angeordnet.

Das Feuer war laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei in der Nacht zu Montag gegen 0.31 Uhr in einem der Bewohnerzimmer des Pflegeheims, in dem aktuell insgesamt 88 Menschen mit psychischen Erkrankungen leben und betreut werden, ausgebrochen. Wenig später waren 120 Einsatzkräfte vor Ort – neben allen vier Butjadinger Ortswehren (Burhave, Stollhamm, Eckwarden, Tossens) und der Abbehauser Ortswehr auch Mitglieder des Technischen Hilfswerk und der DLRG sowie zahlreiche Rettungssanitäter.

Evakuierung in der Nacht

Für einen 51 Jahre alten Mann und einen 80 Jahre alten Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten sie laut Polizei und Staatsanwaltschaft nur noch tot aus dem Zimmer im Erdgeschoss, in dem der Brand ausgebrochen war, bergen. Der 45-jährige Mitarbeiter der Einrichtung, der in der Brandnacht Nachtwache hatte, evakuierte zwölf Bewohner aus dem Erdgeschoss und 14 Bewohner aus dem Obergeschoss, nachdem die Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst hatte.

Butjadingens stellvertretender Gemeindebrandmeister Stefan Hobbie hatte in der Nacht die Einsatzleitung. Alleine die Feuerwehr war nach seiner Auskunft mit 15 Fahrzeugen, darunter zwei Lichtmastanhänger, vor Ort. Unter schwerem Atemschutz drangen die Brandretter in den betroffenen Gebäudetrakt vor, um die Flammen zu löschen und ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Sie stemmten Decken auf, um nach weiteren Brandnestern zu suchen.

Gegen 3.45 Uhr rückte das Gros der Feuerwehrleute nach Auskunft von Stefan Hobbie wieder ab – mit Ausnahme der Stollhammer Ortswehr, die vor Ort blieb, um Brandwache zu halten und die Polizei zu unterstützen. Ihr Einsatz endete erst gegen 5.30 Uhr.

Das Haus Christa ist eine psychiatrische Facheinrichtung des Bezirksverbands Oldenburg (BVO). Nach dessen Auskunft konnten die 14 Bewohner des Obergeschosses des Gebäudetrakts bereits am Montag wieder ihre Zimmer beziehen. Die zwölf Bewohner des Erdgeschosses seien anderweitig im Haus untergebracht, heißt es vom Bezirksverband. Polizei und Staatsanwaltschaft schätzen den bei dem Feuer entstandenen Gebäudeschaden auf etwa 50 000 Euro. Der BVO macht dazu keine Angaben.

„Wir sind tief betroffen von den Geschehnissen und in Gedanken bei den Angehörigen“, betont in einer Presseerklärung Sven Ambrosy, Vorsitzender des BVO. Er dankt dem 45-jährigen Mitarbeiter der Einrichtung, der „durch sein beherztes Eingreifen Schlimmeres verhindert“ habe.

Dank an Einsatzkräfte

Als „tragisch“ bezeichnet Frank Diekhoff, Geschäftsführer des BVO, den nächtlichen Brand und seine Folgen. Die Einsatzkräfte seien schnell vor Ort gewesen und der Einsatz sei sehr geordnet abgelaufen, lobt er. Das sei nicht zuletzt den regelmäßigen Brandschutzübungen im Haus sowie einem permanenten Austausch mit der Feuerwehr zu verdanken. Bewährt habe sich in der Brandnacht ein auf dem Gelände des Pflegeheims installierter Löschbrunnen, berichtet Frank Diekhoff. Die Feuerwehr habe aus dem Brunnen Löschwasser fördern können und daher keine sehr langen Schlaustrecken legen müssen.

„Der tragische Tod zweier Bewohner von Haus Christa hat mich sehr betroffen gemacht. Den Angehörigen spreche ich meine aufrichtige Anteilnahme aus“, sagt Bürgermeisterin Ina Korter, „ich danke unseren Freiwilligen Feuerwehren sowie allen anderen Einsatzkräften und Beteiligten für ihr schnelles und engagiertes Eingreifen“.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
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Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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