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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Tiere: Therapeut hat vier Beine und heißt Loona

13.07.2016

Nordenham In den vergangenen sechs Jahren gab es zwei Tage, die das Leben von Tanja Lopian radikal verändert haben. Der erste war der Tag ihres Unfalls: Am 22. November 2010 geriet die Nordenhamerin mit ihrem Arm in eine Kappsäge und anschließend in eine schwere Lebenskrise. Und dann war da der Tag, an dem Loona bei Familie Lopian einzog.

Loona ist eine Mischlingshündin, ein Mix aus Shih Tzu und Mini-Yorkshire-Terrier. Ihr Lieblingsspielzeug ist ein grauer Plüschelefant, der mindestens dreimal so groß ist wie sie selbst. Mit Begeisterung schleppt sie ihn durchs Haus. Aber Loona kann noch viel mehr. Wenn’s ihrem Frauchen schlecht geht, dann wird der Elefant uninteressant. Dann legt sie sich ganz vorsichtig auf Tanja Lopians Arm – so als könnte sie spüren, wo der Schmerz sitzt. Und tatsächlich linderte diese Berührung den Schmerz.

Es war ein kalter Novembertag, als Tanja Lopian bei ihrem Onkel in Blexen Holz sägte, das später verfeuert werden sollte. Die Nordenhamerin hat immer gerne angepackt, ob mit dem Presslufthammer, der Bohrmaschine oder eben mit der Säge. Einen kurzen Moment hatte sie nicht aufgepasst und war mit ihrem linken Unterarm ins Sägeblatt geraten. „Ich habe erst gar nicht registriert, was passiert ist“, erinnert sie sich an jenen Moment, bei dem Knochen, Sehnen und Nerven durchtrennt wurden. Mit dem Rettungswagen ging’s nach Reinkenheide. Vier Wochen war Tanja Lopian im Krankenhaus. Es dauerte viele Monate, bis die Nerven wieder zusammenwuchsen, bis sie wieder etwas spüren konnte in ihrer Hand. Aber mit dem Gefühl kamen auch die Schmerzen.

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Tierische Geschichten

Haustiere sind Seelentröster in schweren Zeiten, treue Begleiter und manchmal sogar Lebensretter. Hunde ermuntern uns tagtäglich zum Spaziergang an der frischen Luft und fördern allein schon dadurch unsere Gesundheit. Katzen fordern Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Das Gleiche gilt für viele andere Haustiere. Ob Meerschweinchen, Wellensittich oder Kaninchen: Viele Menschen erfreuen sich an ihrer Anwesenheit. Und dass sie uns guttun, ist in der Psychologie unumstritten. Viele Studien belegen die positiven Effekte. Haustiere sind Therapeuten, Gefährten, Spielkameraden und vieles mehr. Kinder haben viel Freude an ihnen und alte Menschen ebenfalls. Sie sind Kontaktvermittler. Wer mit einem Hund unterwegs ist, findet leichter Anschluss. Hunde brechen das Eis, erleichtern es, mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Die NWZ möchte den Haustieren und ihren Haltern eine Serie widmen. Wir suchen Menschen, für die ihr Haustier eine ganz besondere Bedeutung hat. Wir möchten die Geschichten von Tierfreunden und ihren tierischen Freunden erzählen. Bitte melden Sie sich bei uns, liebe Leser, wenn auch Sie eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Sie erreichen uns telefonisch unter 04731/99882200 oder per E-Mail an red.nordenham@nwzmedien.de

„Ich bin in ein tiefes Loch gefallen“, erinnert sich die Nordenhamerin, „hatte jeglichen Lebensmut verloren.“ Die Frau, die so gerne die Ärmel hochkrempelte, litt darunter, dass sie so gut wie nichts mehr machen konnte. Alleine anziehen, waschen, bügeln, Kartoffeln schälen – unmöglich. Wenn ihr Mann auf der Arbeit und die beiden Söhne in der Schule waren, saß Tanja Lopian oft allein zu Hause – mit ihren Schmerzen, gegen die auch unzählige Therapien nicht viel ausrichten konnten. „Ich war motzig, und ich habe zugenommen“, erinnert sie sich. Und natürlich sei das auch eine Belastung für das Familienleben gewesen.

Irgendwann bekam Tanja Lopian Besuch von Freunden, die ihren Hund mitbrachten. Und so kam die Idee auf, dass sie sich selbst einen Hund zulegen könnte. Wenn ich einen Hund habe, dann muss ich raus, sagte sich Tanja Lopian. Und sie überlegte, dass es ihr gut tun würde, sich um ein Tier zu kümmern.

In Aurich wurde die Familie fündig. Und so zog Loona bei ihr ein – ein kleiner, zotteliger Vierbeiner, der sich als bester Schmerztherapeut überhaupt erweisen sollte. Tanja Lopian ist sich sicher: „Loona hat ein ganz feines Gespür dafür, wie es mir geht.“ Dreimal täglich geht sie mit der Hündin spazieren. „Manchmal vergesse ich dabei meine Schmerzen“, sagt die 47-Jährige.

Tanja Lopian hat durch Loona neuen Mut gefasst und kann sich ein Leben ohne die Hündin nicht mehr vorstellen. Sie kann das Leben wieder genießen, zum Beispiel die Reisen nach Kuba, die sie gemeinsam mit ihrem Mann unternimmt. Das einzige Problem: „Ich kann es nach einigen Tagen kaum erwarten, Loona wiederzusehen.“

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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