• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Großübung: Traktor kollidiert mit Reisebus

14.06.2016

Oldenbrok Mit der für Laien völlig unverständliche Abkürzung „MANV 10 Unfall Oldenbrok Hamelstraße“ sind um 23.57 Uhr die Feuerwehren Oldenbrok und Rüdershausen sowie der Rettungsdienst des Landkreises Wesermarsch für eine Großübung alarmiert worden.

Die Lage: Ein Trecker war frontal in einen Reisebus gefahren, zehn Personen wurden verletzt, einige davon schwer. „MANV 10 bedeutet Massenanfall von Verletzen, bis zu zehn Personen betroffen“, erklärt ein Feuerwehrmann.

Einsätze mit so vielen Verletzten stellen die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Um möglichst schnell alle betroffenen Personen versorgen und in ein Krankenhaus transportieren zu können, wird ein Großaufgebot des Rettungsdienstes alarmiert.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Kapazitäten begrenzt

Dabei ist nicht nur der hauptamtliche Rettungsdienst gefordert, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer vom DRK und der Johanniter. Die Kapazitäten des hauptamtlichen Rettungsdienstes würden im Landkreis schnell nicht mehr ausreichen, vor allem da gleichzeitig auch andere Einsätze abgearbeitet werden müssen.

Bei dem Einsatz an der Hamelstraße in Oldenbrok handelt es sich um eine ganz besondere Übung, denn seit einigen Monaten gibt es ein neues Konzept zur Bewältigung von Einsätzen mit so vielen Verletzten. Dieses Konzept wurde jetzt unter möglichst realen Bedingungen getestet.

Von Feuerwehr und Rettungsdienst wussten nur die Organisatoren Bescheid. Für die ersteintreffenden Kräfte bedeutete diese Lage also Stress. Für die Lage war ein ausgedienter Omnibus präpariert worden. Es wurde angenommen, dass ein Trecker beim Verlassen eines Feldes den Bus übersehen und mit dem Frontlader frontal in den Bus gefahren war.

Die Feuerwehr sicherte zunächst die Einsatzstelle ab und sorgte dann für eine Zugangsöffnung zum Bus. Nach einer ersten Erkundung durch die Besatzung eines Rettungswagens wurden zahlreiche Kräfte nachalarmiert. Unter anderem wurden Schnelleinsatzgruppen (SEG) aus Nordenham, Brake und Oldenbrok alarmiert. Diese werden vom Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern gestellt. Unterstützt werden sie dabei vom THW Nordenham. Auch die Ortefeuerwehr Popkenhöge, der Rüstwagen aus Hammelwarden und ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr wurden alarmiert.

Notarzt vor Ort

Ein Notarzt beurteilte zunächst alle Verletzten innerhalb des Busses. Sie wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Danach richtete sich auch die Art der Rettung und der weiteren Versorgung. Einige konnten den Bus mit etwas Unterstützung eigenständig verlassen.

Für den verletzten Busfahrer wurde eine spezielle Arbeitsplattform aufgebaut und die Frontscheibe mit einer Säge herausgetrennt. Anschließend wurde der Fahrer auf einer Trage durch das Fenster gehoben. Bei den Verletzten handelt es sich um Mitglieder der DLRG Friesland. Sie gehören zu einer Gruppe, die sich auf die realistische Darstellung von Übungen spezialisiert haben.

Zwei Stunden im Einsatz

Die Übung dauerte rund zwei Stunden. Der Leiter des Rettungsdienstes Jan Hoffmann und Ovelgönnes Gemeindebrandmeister Torsten Schattschneider waren zufrieden mit der Vorgehensweise der eingesetzten Kräfte.

Trotz der unübersichtlichen Lage seien schnell die richtigen Prioritäten gesetzt worden, alle Verletzten wurden schnell und ihren Verletzungen entsprechend gerettet. Für die Feuerwehr ging es vor allem um die technische Rettung von Personen aus Omnibussen. Solche Übungsobjekte sind nur selten zu bekommen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.