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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Futtermangel: Tierheim schlägt Alarm

02.11.2018

Volkers Im Mai waren die Regale noch voll. Inzwischen haben sich die Reihen in der Vorratskammer deutlich gelichtet. Wenn die Leiterin des städtischen Tierheims, Jacqueline Adamietz, die Dosen mit Katzenfutter durchzählt, macht sie sich Sorgen: „Damit kommen wir vielleicht noch bis Ende des Jahres aus. Wie es dann weitergeht, weiß ich nicht.“ Die Tierheimleiterin schlägt Alarm. „Wir sind dringend auf Futterspenden angewiesen“, sagt sie.

Dass die Vorräte im Tierheim so langsam zur Neige gehen, hat zwei Ursachen. Zurzeit müssen im Tierheim 20 Katzen versorgt werden. Das sind so viel wie noch nie zuvor in diesem Jahr. Auf der anderen Seite hat Jacqueline Adamietz festgestellt, dass seit etwa drei Monaten kaum noch Futterspenden eingehen. Auf diese Spenden ist das Tierheim aber dringend angewiesen, um die Tiere versorgen zu können. Bei 20 Katzen kommt natürlich einiges zusammen.

Nicht alle Katzen, die das Tierheim versorgt, befinden sich auch in der Einrichtung. Insgesamt zehn Stubentiger halten sich zurzeit in Pflegestellen auf, die ehrenamtliche Helfer überwiegend aus der Familie und aus dem Freundeskreis der Tierheimleiterin zur Verfügung stellen. Die Tierfreunde kümmern sich vor allem um die Katzen, die an ein Leben mit Menschen nicht gewöhnt sind. In den Pflegestellen haben sie eine größere Chance, wieder gesellschaftsfähig und vermittelbar zu werden.

Ohnehin reichen die Räume im Tierheim für 20 Katzen nicht aus. Das hängt auch damit zusammen, dass einige der Tiere überzeugte Einzelgänger sind und sich mit Artgenossen nicht vertragen. Sie müssen isoliert gehalten werden, damit es nicht zu Zankereien kommt. Hinzu kommt, dass kranke Katzen zunächst in Quarantänekäfigen gehalten werden. Zurzeit stehen im Tierheim sechs Wildkatzen unter Quarantäne.

Normalerweise werden die Wildkatzen nach der Kastration wieder dort ausgesetzt, wo sie gefunden wurden. Bei den sechs Wildkatzen, die sich zurzeit im Tierheim aufhalten, ist das aber nicht möglich, weil sie im Wiesenvogelschutzgebiet gefunden wurden. Sie werden dem Tierheim voraussichtlich noch eine Weile erhalten bleiben. Jacqueline Adamietz geht deshalb davon aus, dass es in den nächsten Wochen weiter großen Bedarf an Katzenfutter gibt. „Immerhin sind die Wildkatzen noch recht jung und lassen sich vielleicht noch zähmen“, sagt sie.

Wer Tierfutter spenden möchte, kann es direkt zum Tierheim bringen. Geöffnet ist es immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr. Wer vorher anruft (Telefon   0172/8583669), kann es auch zu einem anderen Zeitpunkt beim Tierheim abgeben oder vor die Tür stellen. Darüber hinaus gibt es Sammelstellen für Futterspenden in den Geschäften Fressnapf in Nordenham und Das Futterhaus in Brake. Demnächst will Jacqueline Adamietz auch zusätzliche Spendendosen für das Tierheim aufstellen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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