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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Erste Hilfe Mit Corhelp3r: Diese App kann viele Leben retten

06.03.2018

Wesermarsch Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Im Bereich der Großleitstelle Oldenburger Land, zu dem die Wesermarsch gehört, läuft deshalb seit einigen Monaten das Projekt „Erleben“ (Erhöhung der Überlebensraten nach Herzstillstand). Jan Hoffmann, Betriebsleiter des Rettungsdienstes in der Wesermarsch, und Peter Deyle, Kreisgeschäftsführer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Wesermarsch, beantworten die wichtigsten Fragen zum Projekt.

Worum geht es im Projekt „Erleben"? Ziel des Projektes ist es, dass bei einem Herzstillstand möglichst schnell jemand mit der Reanimation beginnt. Es geht darum „den Notfall mit einem Willigen zusammenzubringen“, sagt Jan Hoffmann. Dafür ist die App Corhelp3r entwickelt worden.

Wie funktioniert die App? Der zuständige Disponent am Telefon in der Leitstelle aktiviert die App. In einem Umkreis von zwei Kilometern um den Notfall wird der Alarm aktiviert. Alle, die die App auf ihrem Handy haben und freigeschaltet sind, bekommen die Nachricht. „Der Radius wird noch angepasst“, sagt Jan Hoffmann, „in Städten reichen 500 Meter.“ Dort sei die frühere Ankunft eines Rettungswagens wahrscheinlicher.

Einwilligung und Werberichtlinie

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Wie melde ich mich an? Herunterladen kann die App jeder. Für die Registrierung werden einige Daten abgefragt, etwa die Adresse. Die wird benötigt, damit der Helfer nach dem Notfall sein Feedback abgeben kann und um eine mögliche Nachsorge anzubieten, „wenn ein Helfer nach seinem Einsatz darüber sprechen möchte“, sagt Jan Hoffmann. In einem weiteren Schritt wird ein vierstelliger Pin festgelegt. Der muss beim Annehmen eingegeben werden. So wird verhindert, dass ein Einsatz unabsichtlich oder von einer anderen Person angenommen wird. Durch die angegebene Postleitzahl werden die Ersthelfer ihrer zuständigen Region zugeordnet.

Lesen Sie auch:So funktioniert der Defibrillator richtig

Was wird vorausgesetzt? Für die Freischaltung wird ein Nachweis benötigt. Dies kann eine Erste-Hilfe-Bescheinigung oder jede erweiterte medizinische Ausbildung sein. Diese müssen hochgeladen werden. Erste-Hilfe-Bescheinigungen müssen alle zwei Jahre erneuert werden. „Die App erinnert einen daran, seine Kenntnisse wieder aufzufrischen“, sagt Peter Deyle.

Was passiert, wenn ich den Alarm annehme? Die erste Person, die den Alarm annimmt, bekommt den genauen Ort des Notfalls mitgeteilt. Sie wird nur für die Reanimation angefordert. Der zweiten Person, die den Alarm annimmt, wird zusätzlich der nächste, frei zugängliche Defibrillator angezeigt. Alle der GOL bekannten Defibrillatoren sind auch in der App hinterlegt. Nimmt eine dritte Person den Alarm an, wird auch sie direkt zum Notfall geschickt, um den ersten Helfer zu unterstützen. Alle weiteren Alarmierten können den Alarm nicht mehr annehmen und erfahren auch nicht, wo der Notfall war.

Was passiert, wenn ich den Alarm nicht annehme? Kann oder möchte jemand einen Alarm nicht annehmen passiert nichts. Peter Deyle gibt ein Beispiel: „Wenn eine Mutter die App hat und mit ihren kleinen Kindern alleine ist, kann sie ja nicht weg.“

Was ist, wenn das Handy nicht in der Nähe ist? „Der Alarm verschwindet, wenn er nicht geklickt wird“, sagt Jan Hoffmann. Der Handybesitzer bekommt also nichts mit, wenn es einen Alarm gab, den er nicht bemerkt hat.

Wie steht es um den Datenschutz? „Es wird nichts aufgezeichnet oder gespeichert und es werden keine Bewegungsprofile erstellt“, versichert Jan Hoffmann. Der Server speichert keine unnötigen Daten.

Was kann ich bewirken? Jede Menge: Es ist wichtig, dass das „therapiefreie Intervall zwischen Umfallen und Helfen möglichst kurz ist“, sagt Peter Deyle. Erleidet jemand einen Herzstillstand, muss möglichst schnell mit der Reanimation begonnen werden. Hier kommt es auf jeden Einzelnen an – vor allem auf die Ersthelfer vor Ort.

NWZonline.de/gesundheit
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Manuela Wolbers Redakteurin / Online-Redaktion Ostfriesland
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