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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Übung stärkt den Zusammenhalt

10.04.2019

Wesermarsch /Malchin Das Deutsche Rote Kreuz ist Bestandteil eines nationalen Hilfeleistungssystems, in welchem es im Rahmen seiner Möglichkeiten im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe mitwirkt. Eine qualifizierte Hilfe ist jedoch nur möglich, wenn die vorgesehenen Helfer eine hinreichende Ausbildung erfahren und in Übungen das Erlernte regelmäßig anwenden. Übungen im Katastrophenschutz sind häufig Großschadenslagen, die eine Menge an Personal und Material binden. Daher finden sie häufig nur in unregelmäßigen Abständen statt.

Am Wochenende übte der DRK-Kreisverband Stade mit einem Teil seiner Einheiten den Katastrophenfall. Als Übungsszenario wurde eine geologische Anomalie, die sich von der Müritz über die mecklenburgische Schweiz bis nach Stralsund zog, festgelegt, die zu mehreren Erdbeben in der Region geführt hat.

Die eingesetzten Einheiten hatten den Auftrag, Hilfskräfte im Raum Malchin abzulösen und die eigene Unterbringung und Verpflegung für mindestens 72 Stunden sicherzustellen.

Für eine so groß angelegte Übung werden stets Verletztendarsteller (Mimen) gebraucht. Das DRK-Wesermarsch übernahm diese Funktion: 15 Mitglieder aus den Bereitschaften Lemwerder, Oldenbrok und Nordenham verlegten unter der Führung von Marcel Sosna (Bereitschaftsleiter Lemwerder) ihren Einsatzort nach Malchin.

Für das angenommene Szenario wurde das Gelände eines ehemaligen Betonwerks genutzt. Auf einer rund 25 000 Quadratmeter großen Fläche wurden unter realistischen Bedingungen verschiedene Aspekte geprobt. Hierfür standen neben einem ausgeprägten Trümmerfeld auch mehrere 90 Meter lange, bis zu 16 Meter breite und bis zu drei Etagen hohe Hallen zur Verfügung. „Ich bin total überwältigt von diesem Trainingsgelände“, sagte die Kreisbereitschaftsleiterin des DRK-Wesermarsch, Wiltrud Gleiche, nach einer ersten Begehung des Geländes. „So ein Gelände steht nicht jeden Tag zur Verfügung. Ich bin gespannt, wie die Übungstruppe ihre Aufgaben lösen wird.“

Insgesamt musste die Übungstruppe vier verschiedene komplexe Aufgaben, die über zwei Tage verteilt waren, bewältigen. Diese reichten von der Erkundung der Lage über die Rettung der Verletzten inklusive der qualifizierten Versorgung bis hin zur Sicherstellung der eigenen Logistik. In einem solchen komplexen Szenario agieren in der Regel stets unterschiedliche Organisationen gemeinsam. Dem wurde auch auf dem Übungsgelände Rechnung getragen, indem sie die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Malchin mit schwerem Gerät und einer Drehleiter tatkräftig unterstützten.

Für die Teilnehmer des DRK-Wesermarsch war die Übung auch aus Sicht der Mimen sinnvoll. Sie schulte zum einen diejenigen, die für die Umsetzung der realistischen Notfalldarstellung verantwortlich waren. Zum anderen konnten durch den Perspektivwechsel vom Helfer zum Betroffenen neue Erkenntnisse für die eigene zukünftige Arbeit in den Sanitätsdienstgruppen in der Wesermarsch gewonnen werden.

Einig sind sich alle darin, dass die Übung einen großen Beitrag für den Zusammenhalt der Helfer geleistet hat. Sosna hofft, dass es in Zukunft regelmäßig solche Übungen geben wird, und dass noch mehr Menschen bereit sind, sich in Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich zu engagieren.

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