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Sperrung der A29 in Oldenburg
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Aktualisiert vor 2 Minuten.

Unfall Mit Mehreren Fahrzeugen
Sperrung der A29 in Oldenburg

NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

„Xaver“ im Anmarsch: Schotten dicht

06.12.2013

Nordenham /Butjadingen /Stadland Die Sorgen vor dem Sturmtief „Xaver“ sind am Donnerstag im Laufe des Nachmittags immer mehr der Erleichterung gewichen. Polizei und Feuerwehr in Nordenham verzeichneten bis zum späten Abend nur einen Einsatz aufgrund von Sturmschäden. Auf dem Mittelweg musste ein fast 15 Meter hoher Baum beseitigt werden, der gegen 18.45 Uhr auf die Fahrbahn gestürzt war. Während der Räumarbeiten blieb der Mittelweg für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt.

Die Kreisverwaltung entschied am Donnerstagabend, dass der Unterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in der Wesermarsch auch am Freitag ausfällt.

Der Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes, Burchard Wulff aus Norderschwei, nahm den Orkan gelassen. Entscheidend sei, wie viel Wasser in der Nacht zu Freitag wegen des Nordwest-Sturms nicht abfließen könne und wie viel sich mit der neuen Flut darauf aufbaue, sagte er der NWZ . Sollte die Lage schwieriger werden, werde er Küstenwehr und Feuerwehr alarmieren. Am Donnerstagabend verharrte der Wasserstand bei Ebbe dort, wo er sonst bei Flut ist.

Ganz spurlos zog der Orkan, bei dem mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 160 Stundenkilometern gerechnet wurde, bis Donnerstagabend dennoch nicht an Nordenham, Butjadingen und Stadland vorüber. Am frühen Nachmittag erreichte der Sturm die Unterweserstadt. Die Windstärke nahm spürbar zu, begleitet von Dauerregen.

Sandsäcke transportiert

Alle Mitarbeiter des städtischen Bauhofes waren im Einsatz, transportierten Sandsäcke in Richtung Weser und schlossen die Deichscharte im gesamten Stadtgebiet. Im Großensieler Hafen trat die Weser über die Ufer und flutete den gesamten Hafenbereich.

Bauhofleiter Jürgen Hülsebusch zufolge hatten sich die Mitarbeiter für den Nachmittag auf ein Hochwasser von zwei Metern über der Normalhöhe eingestellt. Bereits am Vormittag wurden die Deichscharte am Blexer Fähranleger und an der Kabelstraße geschlossen. Am Nachmittag riegelten die Bauhofmitarbeiter die Strandallee ab und schlossen alle weiteren Deichscharte. Zwölf dieser Durchlässe gibt es im Stadtgebiet. Jürgen Hülsebusch rechnete mit einem nächtlichen Hochwasser von bis zu vier Metern über der Normalhöhe. Das hatte der Wetterdienst gemeldet.

Die Weserfähre stellte ihren Betrieb am Donnerstag teilweise ein. Aufgrund der Wetterlage war ab 15 Uhr nur noch das Fährschiff „Bremerhaven“ im Einsatz und fuhr im 40-Minuten-Takt. Die Fähre „Nordenham“ wurde vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, sagte der Geschäftsführer der Weserfähre GmbH, Robert Haase.

Für 22 Uhr rechnete Stadtbrandmeister Ralf Hoyer mit dem Höhepunkt des Sturms. Bis 22 Uhr sollte der eingeschränkte Fährverkehr von Blexen nach Bremerhaven aufrecht erhalten werden. Die Fahrten am Donnerstag Abend um 22 Uhr und um 22.20 Uhr ab Blexen fielen aus. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollten die Fährschiffe zur Sicherheit in den Bremerhavener Fischereihafen verholt werden, sagte Robert Haase.

Wegen des Orkantiefs „Xaver“ stellte die Nordwestbahn den Zugverkehr auf ihren vier nördlichsten Strecken ein. Das betraf auch die Strecke zwischen Nordenham und Hude. Das Unternehmen richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Nordwestbahn-Sprecher Maik Seete betonte , dass die Betriebsleitzentrale und der Kundenservice verstärkt worden seien. Die Zugführer wurden angewiesen, langsamer zu fahren und wachsam wegen möglicher umstürzender Bäume zu sein.

Baum umgestürzt

In Stadland verursachte der Orkan kaum Schäden. Nur einmal musste die Ortswehr Rodenkirchen ausrücken: Als gegen 15.50 Uhr vor der Reithalle ein morscher Baum dem Wind nicht mehr standhalten konnte. Er versperrte die Hartwarder Straße und beschädigte eine Hecke. 20 Feuerwehrleute brauchten eine Stunde, um den Baum zu zerkleinern – und nahmen das kleine Unglück mit Humor.

Obwohl der Wind an der Butjadinger Nordseeküste deutlich heftiger als im Binnenland blies, gab es auch auf der Halbinsel bis zum späten Donnerstagabend kaum Schäden. Die Feuerwehren mussten jedoch viermal ausrücken, um drei Dächer zu sichern und einen umgestützten Baum an der Burhaver Strandallee zu bergen.

Am Nachmittag wurden die Deichscharte in Fedderwardersiel und Eckwarderhörne geschlossen. Für die am Hafen in Fedderwardersiel stehenden Häuser lieferte die Gemeinde 80 Sandsäcke. Das nur knapp einen Meter höher als üblich aufgelaufene Hochwasser überschwemmte das Hafengelände. Auch an diesem Freitag fällt der Busverkehr in Butjadingen aus.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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