Blexen - Wenn es um die Gestaltung ihres Gartens geht, experimentieren Gunda Fischer-Oppitz und Klaus Oppitz gerne und versuchen immer wieder etwas Neues. Seit zwei Jahrzehnten bewohnt das Blexer Ehepaar, das zwei mittlerweile erwachsene Kinder hat, ein Einfamilienhaus an der Lunestraße. Ihr rund 1000 Quadratmeter großer Garten, der früher über eine riesige Rasenfläche verfügte, hat sich in dieser Zeit oft verändert.
Viel Naturnähe
Mittlerweile zeichnet er sich durch viel Naturnähe aus. Das zeigt sich bereits im Vorgarten, in dem verschiedene Stauden unter einer schattenspendenden Korkenzieherweide stehen. Kaum zu glauben: Der Baum hat sich aus einem alten Osterstrauch entwickelt, der in der Blumenvase gewurzelt hatte. Korkenzieherweiden erreichen mit einem Zuwachs von 50 bis 80 Zentimetern im Jahr eine Höhe von acht bis zwölf Metern.
Die Naturverbundenheit der beiden Blexer wird aber vor allem hinter dem Haus sichtbar. Auf der Rasenfläche gibt es mehrere ungemähte Bereiche mit Wildkräutern wie Butterblumen, Wegerich, Klee oder Schafgarbe. Der Sommerflieder hier ist dort ein Eldorado für Schmetterlinge, der neu gepflanzte Bienenbaum wird seinem Namen gerecht.
Insektenhotel gebaut
Das große Insektenhotel mit Röhren und Blumentontöpfen daneben ist selbst gebaut. Die Kokons der dort nistenden Roten Mauerbiene hat Gunda Fischer-Oppitz im Internet bestellt. Die solitären Wildbienen gelten als optimale Bestäuber im Obstanbau.
Wenige Meter weiter befindet sich der Gartenteich, der im Laufe der Zeit immer mal wieder vergrößert wurde. Hier haben sich in diesem Jahr erstmalig blaue Libellen angesiedelt. Die vor allem in der Sonne intensiv blaugrün glänzenden Tiere werden zu Recht auch Prachtlibellen genannt. Ihr Bestand ist in zurückgegangen, weil der Lebensraum der Tiere durch Eingriffe des Menschen eingeschränkt wurde. Umso schöner, dass sie nun in Blexen heimisch zu werden scheinen.
Mit Outdoorküche
Gunda Fischer-Oppitz und Klaus Oppitz halten sich gerne draußen auf. In ihrem Garten haben sie sich auch eine Outdoorküche eingerichtet, die sich auch im Winter nutzen. „Das ist meine Außengastronomie“, sagt der Hobbykoch und -griller lachend. Er verfügt unter anderem über einen Smoker, einen Gas- und einen Kohlegrill, einen Dutch Oven und einen Beefer.
Im Garten befinden sich auch mehrere Sitzgelegenheiten – wie die Palettensitzecke mit Feuerstelle oder der selbst gebaute Thekenplatz am Zaun zu den befreundeten Nachbarn. Damit die Küche nicht zu fleischlastig wird, bauen die beiden Gemüse an. Die Tomaten stehen in einem kleinen Gewächshaus, wenige Meter entfernt gedeihen Zucchini und Kürbis. Für die Familie Oppitz ist der Garten eben ein zweites Wohnzimmer – beziehungsweise die zweite Küche mit Essbereich.
