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Stadtentwicklung in Nordenham Blickfang mit Roy soll im Mai kommen

Horst Lohe

Blexen - Im Frühjahr vergangenen Jahres sind die Planungen für eine bis zu dreieinhalb Meter hohe Skulptur auf dem neu gestalteten Platz am Fähranleger in Blexen abgeschlossen worden. Silhouettenartig soll darauf auch der weltberühmte Magier Roy (Uwe Ludwig Horn) mit einem Geparden dargestellt werden. Roy ist in Blexen aufgewachsen und im Mai vergangenen Jahres im Alter von 75 Jahren im Las Vegas verstorben.

Verzögerung

Doch die Fertigung dieser Skulptur aus Corten- und Edelstahl hat sich verzögert – infolge der Corona-Pandemie und weil dringendere andere städtebauliche Vorhaben – darunter die Dorferneuerung in der Ortsmitte von Blexen – Vorrang hatten. Jetzt aber nimmt das Skulptur-Vorhaben neue Fahrt auf.

Wie diese Redaktion auf Nachfrage von Tim Lorenz, Mitarbeiter im Nordenhamer Stadtplanungsamt, erfahren hat, liegen jetzt die Ergebnisse der Ausschreibung vor. Zwei Firmen aus Nordenham und eine von außerhalb haben Angebote abgegeben. Innerhalb der nächsten vier Wochen will die Stadt den Auftrag an eine der drei Firmen vergeben. Bis dahin sollen die voraussichtlichen Kosten für das Vorhaben noch nicht öffentlich genannt werden.

Möglichst im Mai oder Anfang Juni soll die Skulptur-Konstruktion aus Corten- und Edelstahl als Blickfang auf dem neu gestalteten Platz beim Fähranleger in Blexen installiert werden. Das nötige Fundament war mit der Fertigstellung des Platzes gebaut worden.

Die von Tim Lorenz mit Konzeptstudien vorangebrachte Planung ist bereits vor einem Jahr auf einhellige Zustimmung sowohl in der Blexer Arbeitsgruppe Dorferneuerung als auch im Bauausschuss des Stadtrates gestoßen.


Magier Roy wird mit einem Geparden dargestellt – in Anlehnung an ein historisches Foto, das ihn mit seinem damaligen Geparden an der Leine im Jahr 1964 am Weserstrand in Blexen zeigt.

Silhouettenartig dargestellt werden auf der Skulptur zudem:  ein Kirchturm als Symbol sowohl für die Blexer Kirche als auch für die Stadt Nordenham;  ein Werftarbeiter als Erinnerung an den ehemaligen Werft- und Dockbau-Betrieb in Blexen sowie den industriellen Wandel insgesamt; eine Auswanderin als weiteren Hinweis auf geschichtliche Entwicklungen, von denen auch Blexen einmal betroffen war; eine Schiffsschraube, drei Bullaugen und ein stilisierter Schiffsbug als maritime Hinweise auf die Wesermündung, die Reede vor Blexen oder auch das Leben und Wohnen am Wasser.

Ob auf dem Schiffsbug nur der Schriftzug „Blexen“ oder auf einer der beiden Seiten der Schriftzug „Nordenham“ zu sehen sein wird, ist noch nicht entschieden. Eventuell soll auch eine Informationstafel hinzugestellt werden.

Veranstaltungsfläche

Tim Lorenz kann sich gut vorstellen, dass der neu gestaltete Platz am Fähranleger künftig auch als Veranstaltungsfläche – auch in Verbindung mit dem benachbarten und komplett sanierten Weserschlösschen – genutzt werden kann. Auf jeden Fall werde mit der Fertigstellung der Skulptur im Mai oder Juni hier alles komplett sein.

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