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Boßelwettkampf Der „Rest der Welt“ gewinnt gegen Blexen

Rolf Bultmann
Rund 100 Teilnehmer waren beim Boßelwettkampf am Deich in Blexen dabei.

Rund 100 Teilnehmer waren beim Boßelwettkampf am Deich in Blexen dabei.

Rolf Bultmann

Blexen - Ein weiteres Jahr wird die große Wanderplakette im Nordenhamer Rathaus verweilen, zu der sich nun für die kommenden zwölf Monate auch der Wanderpokal hinzugesellen wird. Mit zwei Kantersiegen bezwang der aus Vertretern von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Behörden gebildete „Rest der Welt“ am Samstag im traditionellen Boßelwettkampf die Dorfgemeinschaft Blexen.

Rund 100 Teilnehmer

Mit 3:14 Schoet bei den Männern und gar 0:10 bei den Frauen erlitten die Gastgeber eine deutliche Schlappe. Aber auch bei diesem vom Klootschießer- und Boßelverein Blexen ausgerichteten 38. Aufeinandertreffen waren die Ergebnisse eher zweitrangig, denn im Vordergrund standen der Spaß und der Gedankenaustausch. Dass sich nach der zweijährigen Corona-Pause über 100 Teilnehmer zu dem Event angemeldet hatten, darüber freute sich besonders Blexens Dorfgemeinschafts-Vorsitzender Thilo Solbrig bei der Begrüßung der Gäste. Die wurden bei den Politikern vom stellvertretenden Landrat Dieter Kollmann und Butjadingens Bürgermeister Axel Linneweber, im Behördenbereich von Nordenhams stellvertretenden Stadtverwaltungschef Bert Freese sowie bei den Wirtschaftsvertretern von Kronos-Titan-Werkleiter Carsten Büsing angeführt.

Auf beiden Seiten gingen je sechs Männer- und zwei Frauengruppen mit jeweils fünf Mitgliedern an den Start. Zum zweiten Male war auch eine Jugendgruppe beteiligt, bei der der Blexer Nachwuchs aber unter sich blieb. Während des fast vierstündigen Wettkampfes auf dem Deichsicherungsweg zwischen dem Blexer Flugplatz und Schockum wurden die Boßlerinnen und Boßler von der Freiwilligen Feuerwehr Blexen mit Getränken versorgt. In „De gode Stuv“ der Familie Schmeyer servierte die Dorfgemeinschaft Volkers Glühwein und von der Siedlergemeinschaft Blexen gefertigte frische Berliner.

Bei bestem Wetter

Der Wettkampf fand bei bestem Wetter statt. Der nächtliche Frost hatte das Wasser in den Gräben jedoch nicht gefrieren lassen, sodass manche Kugel von der Straße abkam und untertauchte. Nicht alle Suchaktionen nach dem Spielgerät endeten erfolgreich. Natürlich wurde unterwegs auch viel gefrotzelt. Ein Wurf eines Stadtbediensteten, der mehr Höhe als Weite erreichte, wurde mit dem Satz kommentiert: „Typisch Verwaltung, die setzen das immer zu hoch an“. Aber es wurden auch manche Talente unter den Gästen entdeckt. „Ich hätte wohl ein paar Eintrittserklärungen mitbringen sollen“, schmunzelte Blexens Klootschießerverein-Vorsitzender Pascal Reimers. Er nahm nach dem abschließenden Grünkohlessen, das erstmalig im prallgefüllten Blexer Weserschlösschen stattfand, gemeinsam mit Thilo Solbrig die Siegerehrung vor.

Gelungener Nachmittag

Die Wanderplakette für die siegreichen Männer nahm Bert Freese entgegen, während der Wanderpokal für die erfolgreichen Nordenhamer Frauen die stellvertretende Stadtratsvorsitzende Claudia Freese annahm. Der Vizeverwaltungschef dankte den Blexern für einen gelungenen Nachmittag. Bodo Koch, „Zeremonienmeister“ der Dorfgemeinschaft, kürte in bekannt launiger Manier Claudia Freese zur Kohlkönigin und Uwe Wieczorek, Vorstandsmitglied der Siedlergemeinschaft, zum Kohlkönig. Sie sind die Nachfolger von Inka Büsing und Matthias Weßels. Traditionell endete die Veranstaltung mit die „Hurra Butjarland“-Lied mit Fritz Jacob als Vorsänger.

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