Brake/Abbehausen - Die Landesliga-Fußballerinnen des SV Brake und des TSV Abbehausen haben am Wochenende gute Chancen, endlich die erste Pluspunkte in der zweiten Saisonhälfte einzufahren. In der Aufstiegsrunde gastiert der SV Brake am Sonntag, 12 Uhr, beim ebenfalls noch punktlosen 1. FC Ohmstede; und in der Abstiegsrunde erwartet Abbehausen am Sonntag um 15 Uhr die ebenfalls abstiegsgefährdete SG FriEda aus dem Ammerland.
Aufstiegsrunde
1. FC Ohmstede - SV Brake. Die Personalsorgen beim SV Brake werden immer größer. Coach Jonny Peters muss ohnehin schon auf einige Langzeitverletzte verzichten, da verschlimmert die Pandemie die Personallage in dieser Woche noch mal erheblich. „Wir haben erneut drei Corona-Fälle“, sagt Trainer Jonny Peters. Überdies werde Liza Seelemeyer wegen einer Hüftverletzung in dieser Saison wohl kein Spiel mehr machen. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt der Coach.
Unterstützung aus der Zweiten gibt’s am Sonntag nicht. Die Reserve spielt selbst. Deshalb hat der Coach eine frühere Leistungsträgerin aktiviert: Irina Schwarz wird am Wochenende ihre Rückkehr feiern. „Sie ist eine Kämpferin“, sagt Peters.
Obwohl die Brakerinnen punktlos sind und die Personalsituation trostlos ist, dürfen sie positiv gestimmt nach Ohmstede fahren. Schließlich haben sie die Oldenburgerinnen in dieser Saison in drei Pflichtspielen dreimal mit 5:2 besiegt. „In den ersten beiden Spielen waren alle Spielerinnen dabei. Im dritten Spiel waren wir ersatzgeschwächt. Da haben alle volle Pulle gespielt“, sagt Peters. Das sollte Mut machen.
Eigentlich freut sich Peters auf die Partie. „Das sind immer gute Derbys. Beide Teams sind heiß“, sagt er, merkt aber an, dass Ohmstede wohl nicht noch einmal den Fehler machen werde, ins offene Messer zu laufen. „Wir versuchen, ein Erfolgserlebnis zu erreichen. Mehr kann ich von meiner Mannschaft nicht erwarten.“
Abstiegsrunde
TSV Abbehausen - SG FriEda. Drei Teams steigen ab. Auch die SG FriEda muss noch noch richtig Gas geben, um die Klasse zu halten.
So sieht es auch für den TSV Abbehausen aus. Wenn er auf die ersten drei Spiele der Aufstiegsrunde zurückblickt, kommt Abbehausens Trainer Daniel Behrens zu dem Schluss, dass seine Elf diese Spiel nicht hätte verlieren müssen. Twist und Herbrum seien fußballerisch „nicht weit von uns weg gewesen“; und auch in Glane hätte sein Team punkten können. „Aber dort mussten wir vor dem Spiel zu viel umstellen.“ Wichtig sei die Erkenntnis, dass sein Team nicht mehr abgeschossen werde und endlich auch selbst Tore schieße, sagt er.
In der Qualifikationsrunde hatten die Abbehauserinnen den Ammerländerinnen immerhin einen Punkt abgeknöpft. Beim 2:2 lagen sie sogar zweimal vorne – erst ein Eigentor fünf Minuten vor Schluss bescherte der SG den Punktgewinn. „Jetzt brauchen wir auch mal das nötige Glück auf unserer Seite“, sagt Behrens. Die Einstellung stimme jedenfalls. „Die Spielerinnen haben Lust auf Fußball. Der Glaube fehlt vielleicht noch ein bisschen“, sagt er.
