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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 11 Minuten.

Bremerhavener Wahrzeichen
46 Millionen Euro für „Seute Deern“

NWZonline.de Region Wesermarsch

Wie der tote Winkel im Straßenverkehr schrumpft

07.11.2019

Brake Moderne Technik kann viel. Aber sie kann auch nicht alles. Das sei hier gleich vorweg genommen. Ein Abbiegeassistent für Lastwagen fällt in die Kategorie moderne Technik. Er soll schwere Unfälle zwischen LKW und Radfahrern oder Fußgängern verhindern. Unfälle, die nicht selten tödlich enden und passieren, wenn der schwächere Verkehrsteilnehmer im toten Winkel des Lastwagens ist und beim Abbiegevorgang übersehen wird.

Aufmerksamkeit gefragt

Alexander Thon ist Auszubildender im zweiten Lehrjahr. Er will Berufskraftfahrer werden und lernt bei der Braker Spedition L.I.T. Sein Fahrzeug: Ein Azubi-Truck mit allem technischen Schnickschnack, schön geräumig, gepflegt und eben mit moderner Technik ausgerüstet. Von ihm lässt sich die NWZ erklären, wie es sich mit Abbiegeassistent fährt. Was gleich auffällt: Der Laster hat keine großen Außenspiegel mehr. Dafür aber Kameras, die die Seite des Lasters und den Straßenraum darstellen und auf einen Bildschirm im Fahrerhaus zeigen. „Der Vorteil ist, dass der tote Winkel damit fast wegfällt“, erklärt Alexander Thon: „Die Kamera erfasst Radfahrer und Fußgänger, im Bildschirm taucht ein Warndreieck auf, wenn da jemand ist.“ Wird es eng, ertönt ein akustisches Signal, das nicht zu überhören ist. „Was auch wichtig ist, ist die Aufliegerverfolgung. Die Kamera zeigt mir in einer Kurve immer das Ende vom Auflieger, so kann ich immer das Ganze überblicken“, sagt Thon.

Der Auszubildende weiß aber auch: die Technik ersetzt den aufmerksamen Fahrer nicht. Bedingungslos darauf verlassen, dass ein Warnsignal über den Abbiegeassistenten ertönt, könne man sich als Fahrer nicht. Das zeigt auch eine Runde mit dem Azubi-Truck rund ums Braker L.I.T.-Gelände. Mitarbeiter Marvin Möhlmann und NWZ-Praktikantin Daria Ruginis stellen sich als Passanten für den Test zur Verfügung: Das Assistenzsystem schlägt Alarm. Als aber Robert Hennemann, operativer Leiter der LIT Cargo GmbH, und einige Kollegen an einer Kurve stehen, bleibt das Signal aus.

„Keine Garantie“

„Ein Abbiegeassistent ist keine Garantie“, sagt Robert Hennemann. Fahrer und auch alle anderen Verkehrsteilnehmer müssten das im Hinterkopf haben, Vorsicht sei im Verkehr deshalb immer wichtig. Kameragestützte Abbiegeassistenten gebe es für Lastwagen als Nachrüstpaket schon länger. Systeme, die serienmäßig eingebaut würden, erst seit Kurzem. „Das sind Systeme, die auch ins Bremssystem eingreifen können und nicht nur ein Warnsignal abgeben. Das System bremst dann mit. Man muss sich das wie einen Spurhalteassistenten beim PKW vorstellen.“

Ab kommendem Jahr werden alle Neuzulassungen bei L.I.T. mit so einem System ausgestattet sein, sagt Hennemann. Ab 2022 gilt EU-weit die Pflicht für Abbiegeassistenten für Busse und LKW bei neuen Fahrzeugtypen. Ab 2024 müssen alle neuen Fahrzeuge damit ausgestattet werden. Ältere Fahrzeug will L.I.T. nicht nachrüsten. Hennemann: „Wir haben uns damit beschäftigt, aber die Technik war noch nicht überzeugend und bei uns ist der Autobahnanteil der gefahrenen Kilometer mit 97/98 Prozent sehr hoch.“ Derzeit sei nur der Azubi-Truck so weitreichend ausgestattet.

Alexander Thon freut es, auf so einem Brummi zu lernen. Für ihn ist Berufskraftfahrer ein Traumjob: „Ich hab’ mich beworben, mir alles angeguckt, es gibt diesen schönen LKW hier“, erzählt er schmunzelnd. Und: „Die Arbeit bei L.I.T. ist abwechslungsreich. Ich habe geguckt, welche Speditionen es gibt und das hier war die beste Ausbildungsstätte für mich“, erzählt 21-Jährige und klettert wieder die paar Stufen ins Fahrerhaus hinaus. Er wirft den Brummi an und blickt auf den Bildschirm. Das gelbe Warndreieck und die Kamera machen auf die Kollegen aufmerksam, die im nun nicht mehr ganz so toten Winkel stehen.

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Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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