Brake - Der Fußball-Bezirksligist SV Brake hat am Sonntag das Heimspiel gegen den Aufsteiger ESV Willhelmshaven mit 7:1 (1:1)-Toren gewonnen. SVB-Trainer Maik Stolzenberger war trotzdem nicht ganz zufrieden: „In der ersten Halbzeit haben wir zeitweise zu naiv agiert und dem ESV sogar eine Führung gestattet.“
Früher Rückstand
Lange Gesichter bei den Fans der Einheimischen nach 19 Minuten: Nach einem Doppelpass mit Habib Haliti ließ Torbias Heuer noch einen Braker Verteidiger samt Torhüter Joris Langerenken aussteigen und traf ins leere Tor. Kurz zuvor hatte Luca Kunda eine Großchance vergeben. „Das Gegentor war der Weckruf“, meinte der Braker Innenverteidiger Philip Müller. Zwar dauerte es bis zur 34. Minute bis zur ersten richtigen Braker Chance, doch Kunst hatte Abschlusspech: Sein Kopfball traf nur den Innenpfosten.
Ilhan Tasyer und Jan Speer liefen danach auf den Außenpositionen zu großer Form auf. Ein ums andere Mal dribbelten sie bis zur Grundlinie und passten mit Auge in den Rücken der ESV-Abwehr. ESV-Trainer Uwe Katzky überließ seinem Co-Trainer Günther Friedrichs die Analyse. „Unserer Elf fehlte die Erfahrung, schließlich haben wir 14 Akteure vor der Saison abgegeben. Mittlerweile besteht das Team primär aus eigenen Nachwuchsspielern, die noch reifen müssen.“
Dass sie dazu kaum Zeit haben, weiß auch Friedrich: „Bei uns gibt es keinen Druck. Wir gehen unbelastet in jedes Spiel.“ Indes: Ein 0:8 im ersten Pflichtspiel gegen den SV Wilhelmshaven und ein 1:7 in Brake sprechen für sich.
Die Partie wurde derweil hektischer und härter. In der 80. Minute drohte sogar wegen einer Rudelbildung nach einem Foul an einem Braker ein vorzeitiger Abbruch, denn einige Spieler behakten und schubsten sich. Der Unparteiische Nico Sommer aus Varel beruhigte das Geschehen mit besonnenem Auftreten. Zwei Gästespieler und Ilhan Tasyer vom SV Brake erhielten je eine Verwarnung.
„Die vielen Fouls vor unserem eigenen Strafraum wollten wir unbedingt vermeiden. Das ist uns zunehmend nicht mehr gelungen“, analysierte Friedrichs. Zumeist war Ilhan Tasyer mit der Ausführung der Freistöße beschäftigt, doch ihm fehlt Zielgenauigkeit.
Am Kopf getroffen
Fynn Landwehr traf mit einem sehr hart geschossenen Freistoß den ESV-Akteur Lando Dountio am Kopf. Dountio musste länger behandelt werden und gab später zu: „Zunächst hatte ich mächtige Kopfschmerzen.“
Jan Speer verwandelte zwei Foulelfmeter souverän. „Alles Kopfsache. Egal, wie häufig man antritt.“ „Jan hat weder im Training noch im Spiel bisher einen Elfmeter verschossen“, sagte Tasyer. Nicht zum Einsatz kam nur der junge Braker Fynn Richter: „Ich war noch angeschlagen, daher musste das auch nicht sein.“
Tore: 0:1 Heuer (19.), 1:1, 2:1 Kunst (41., 48) , 3:1 Speer (51., Foulelfmeter), 4:1 Kunst (64.), 5:1 Speer (75., Foulelfmeter), 6:1 Warns (78.), 7:1 Bleckmann (88.)
Brake: Langerenken; Schwarze (22. Mathes), Landwehr, Heyer, Müller, Cichon (59. Bleckmann), Warns, Atilgan, Speer, Tasyer, Kunst.
