Brake - Stadtpläne gibt es viele. Wer aber hängt sich einen Stadtplan als Poster zuhause an die Wand? Doch jetzt gibt es einen Stadtplan für Brake, der etwas Besonderes ist. Entworfen hat ihn der gebürtige Braker Wilke Eichler, der heute als Lehrer in Hannover lebt. „Während des ersten Lockdowns ist mir die Idee gekommen, Brake einmal auf eine andere Weise darzustellen“, sagt Wilke Eichler. Dabei wollte er nicht nur eine typische Landkarte erstellen, sondern sie sollte auch optisch sehr ansprechend sowie mit einem Plus an Informationen für die Bürgerinnen und Bürger versehen sein. Historische Gebäude sollten sich, genau wie moderne Bauten, in dem Plan wiederfinden.

Mit Brake verbunden

Die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt ist noch sehr groß. 1972 in der Kreisstadt geboren, besuchte Wilke Eichler das Gymnasium Brake, machte sein Abitur und arbeitete als Zivildienstleistender bei der Stadtkirche. Er studierte Lehramt und arbeitet seit 2003 in Springe bei Hannover. Dort unterrichtet er Englisch und Kunst sowie einen Wahlpflichtkursus Mediendesign. Wilke Eichler bezeichnet dies auch als sein Steckenpferd und hat sich über die Jahre hinweg mit digitalem Grafikdesign beschäftigt. Er begeistert sich für Illustrationen.

Für den Einstieg einer Stadtplan-Grafik war ihm Hannover dann doch zu groß. Er wählte daher sein ehemaliges Zuhause. „Zu Brake habe ich eben den Bezug, ich weiß, welche Gebäude wo stehen und welche Bedeutung sie haben“, meint er.

Idee grafisch umgesetzt

Diese Ideen setzte er dann grafisch in die Tat um. Umrisse von Gebäuden wurden mithilfe eines Grafikprogramms nachgezeichnet, Straßen eingefügt und Symbole für markante Orte platziert. Das erste Gebäude war der Bahnhof. Um ihn herum entstand der gesamte Plan Brakes. Nach und nach ist dieser gewachsen. Alle vier Wochen setzte sich Wilke Eichler ins Auto und machte sich auf den Weg nach Brake. Er fotografierte weitere Gebäude, die er dann am Computer zu grafischen Elementen umwandelte und in den Plan einfügte. Alle Gebäude sind zweidimensional dargestellt in einem so genannten „Flat-Design“. Jeder kann erkennen, um was für ein Gebäude es sich handelt. Angelehnt sind die grafischen Darstellungen an die internationalen Piktogramme, um einen Wiedererkennungseffekt zu erzielen. Besonders häufig taucht der Baustil „Oldenburger Hundehütte“ (1875 bis 1920) auf, der bis heute zu finden ist. Natürlich wiederholen sich – wie im realen Leben – auch viele Häuserformen. Zudem gibt es Symbole für Geschäfte und, in Anlehnung an die Fertigstellung der Fußgängerzone, Elefanten auf der Breiten Straße.

Für soziale Projekte

Von der Idee bis zum fertigen Plan hat es rund sechs Monate gedauert. Wilke Eichler möchte jedoch kein Geld damit verdienen. Sämtliche Erlöse – nach Abzug der Kosten für den Druck – gehen an soziale Projekte in Brake.

Die Poster in der Größe 50 x 70 Zentimeter zum Preis von 15 Euro und die kleineren Poster der Größe 30 x 40 Zentimeter zum Preis von 9 Euro sind ab sofort beim Brakeverein im Info-Pavillon an der Kaje erhältlich.