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Workshops an der Paddstock-Schule Brücken bauen für eine positive Persönlichkeitsentwicklung

Hans-Carl Boeklmann
Gemeinsam werden massive Probleme thematisiert und gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Gemeinsam werden massive Probleme thematisiert und gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Brake/Ovelgönne - Die Stärkung des Selbstvertrauens ist die entscheidende emotionale Brücke für eine positive Entwicklung der Persönlichkeit und zentraler Inhalt der Workshops, die Jugendcoach Daniel El Khatib anbietet. Er bietet sie mittlerweile an vielen Schulen im Landkreis Wesermarsch, aber auch bundesweit an den unterschiedlichsten Schulen an. Schulleiter Peter Steffens findet es umso erfreulicher, dass es gelungen ist, diese Veranstaltung für die Klassen 5 bis 10 an die Paddstock-Schule zu holen. Die Schülerinnen und Schüler, die die Förderschule Paddstock-Schule besuchen, hatten häufig Lebensbedingungen, die den Weg zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung blockierten.

Regeln verletzt

In der Folge stellten sich so massive Probleme bei dem Besuch des Unterrichts in der Regelschule ein, dass selbst in Zeiten eines inklusiven Schulsystems das regelverletzende Verhalten dort nicht mehr tragbar war und der Besuch einer spezialisierten Förderschule für den Unterstützungsbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung notwendig wurde. Michaela Giesers, Klassenlehrerin der Paddstock-Schule beschreibt die Wirkung, die Daniel El Khatib in seinen Workshops auf die Schülerinnen und Schüler hat, so: „Am Donnerstag war es endlich wieder soweit: Daniel El Khatib kam mit großer Verstärker-Box und extrem guter Laune in unseren Klassenraum, um sein Trainingsprogramm mit dem Aufhänger Respekt zu beginnen.“ Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht über die für sie ungewohnte Ansprache und Ausstrahlung von Daniel El Khatib, der mit einer ausführlichen Schilderung seiner eigenen Lebensgeschichte begann – mit allen Tiefen während der Jugend- und Schulzeit, Zurückeroberung von Halt und Stabilität, rasanter beruflicher Karriere und schließlich Besinnung und Neuanfang in seiner jetzigen beruflichen Herzensangelegenheit als Jugendtrainer.

Schüler erreichen

Dabei schildert er seine eigenen Erfahrungen so persönlich und in einer für die Jugendlichen verständlichen Sprache, dass sie ihm konzentriert und fasziniert einen ganzen Vormittag folgen. – eigentlich bei unseren Förderschülern undenkbar…“ Daniel El Khatib selber beschreibt seine Motivation und Herangehensweise so: „Ich freue mich, den Workshop auch an der Paddstock-Schule umsetzen zu dürfen. Gemeinsam mit Peter Steffens haben wir ein Konzept an den Start gebracht, dass es erlaubt, auch diese Kinder mit ihren individuellen Herausforderungen in ihrer Lebenswelt zu erreichen und sie mit wichtigen Charaktereigenschaften und sozialen Werten besser vertraut zu machen.“

Neue Perspektiven

Und er staunte nicht schlecht, als eine Teilnehmerin des Workshops der 5. Klasse seine Botschaften mit nur einem einzigen Satz ausdrückte: „Mensch ist Mensch“, so die elfjährige Schülerin. Der Kerngedanke des Workshops wird auch von den jüngeren Schülerinnen und Schülern gut verstanden und bietet einen großen Mehrwert. Es kommt auf Empathie und eine passende Ausdrucksweise an, damit die Botschaften sich verankern können. So ist die Sprache der 5. Klassen deutlich anders als die der Oberstufen. Aber hier wie dort gilt, dass Empathie ein sehr entscheidender Wert ist, der Brücken zu den jungen Menschen bauen kann. Brücken, die für die jungen Menschen neue Wege aufzeigen, die mit Vertrauen und Akzeptanz in die eigene Person neue Perspektiven vermitteln können. Für den Schulträger CVJM-Sozialwerk Wesermarsch und Schulleiter Peter Steffens ist es von großer Bedeutung, dass Daniel El Khatib bei dem Konzept seiner Workshops nicht nur auf die momentane Wirkung, sondern auch auf Nachhaltigkeit setzt: Alle Teilnehmenden erhalten als Symbol für die im Workshop aufgebaute Brücke ein Freundschafts-Armband und die Möglichkeit über soziale Medien weiterhin im Kontakt mit ihm zu bleiben. Dies wird überraschenderweise oft von Jugendlichen genutzt, die sonst Erwachsenen gegenüber eher nicht den Kontakt suchen.

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