Brake/Ovelgönne/Jade - Das Wetter spielte den A20-Gegnern am Samstag nicht wirklich in die Karten. Denn die sturzbachartigen Regengüsse waren wohl der Grund dafür, dass viele Teilnehmer, die sich angemeldet hatten, doch zuhause blieben. „Wir hatten über 20 Anmeldungen und außerdem waren auch noch Radfahrer aus Bremen angekündigt, die mit uns von hier aus gemeinsam nach Nordenham fahren wollten“, sagt Ute Otromke von der Friedenskooperation Wesermarsch, die die Sternfahrt ab Braker Bahnhof organisierte. Auf der Strecke von Brake über Golzwarden, Schmalenfleth, Sürwürden und Absen ging es in Richtung Kleinensiel. Dort traf die kleine Gruppe dann die Radfahrer, die von der östlichen Weserseite aus durch den Wesertunnel angefahren kamen. Gemeinsam fuhren sie dann weiter am Deich entlang zur Kundgebung nach Nordenham.
Etwa 50 Fahrradfahrer aus Jade und Ovelgönne machten sich zur Demo zum Gut Hahn in Rastede auf den Weg. Dauerregen war auch dabei der widrige Begleiter bei der Sternfahrt zur Demo gegen die Küstenautobahn A 20. Die Tour mit 27 Pedaltretern von Ovelgönne aus wurde von den Geschwistern Naemi (19) und Finnja Bohlken (17) angeführt. Die beiden Bernerinnen sind auch aktiv in Sachen Klimaschutz im Landkreis bei „Fridays for Future“ aktiv. Den Gemütszustand beim Zwischenstopp erklärte Naemi kurz mit einem Lächeln: „Schuhe durchnässt und nasse Füße.“ Eine Autobahn durchs Moor zu bauen, sei Unsinn. Die Südbollenhagenerin Kirsten Erwentraut: „Die Trasse vernichtet einmalige und wertvolle Landschaftsräume und zerstört Biotope und Schutzgebiete. Die Bauernschaften werden hier durchtrennt und die gewachsene Anbindung abgeschnitten.“ Die andere Tour von Jade aus mit fast der gleichen Anzahl von Demonstranten führte Hanso Janßen, der niedersächsische Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, an.
