Brake - Nachdem vor einigen Jahren zwei Reedereien aus Brake ihre Unternehmen aufgegeben hatten, hat die Thieling Unternehmensgruppe aus Stadland die Reederei „Alpha Towage“ mit Sitz in Brake gegründet, um den Bedarf hier vor Ort abzudecken. Damit ist sie seit drei Jahren die einzige Reederei in Brake, die verschiedene Schub- und Schleppdienste erledigen kann. Sie ist dadurch laut Lars Lilienthal, dem kaufmännischen Leiter, durchaus gefragt.
Zwei Schiffe
„Eigentlich machen wir alles, was auf dem Wasser anfällt“, sagt Lars Lilienthal, der gemeinsam mit dem technischen Leiter Kai Behrens für die Reederei zuständig ist. Die Aufträge kommen unter anderem von der Stadt, von NPorts oder von verschiedenen Baufirmen. Zu den Hauptaufgaben der Reederei gehört das Transportieren von Pontons, die beispielsweise bei Baustellen auf dem Wasser für Kräne benötigt werden. Aufgrund dessen, dass diese teilweise sehr groß und schwer sind, aber keinen eigenen Antrieb besitzen, wird eine Reederei benötigt, um sie von einem zum anderen Ort schaffen zu können. Auch Schiffsanleger, wie zum Beispiel an der Braker Kaje, bringt die Reederei in das Winterlager und wieder zurück an Ort und Stelle. Zwei Schiffe, die die Reederei von holländischen Eigentümern erworben hat, ermöglichen das Ganze. Beide haben bis zu 800 PS, liegen für gewöhnlich im Braker Binnenhafen und dürften einigen Brakern schon einmal aufgefallen sein. Während das eine Schiff die Lasten nur schieben kann, kann das andere Schiff das Transportgut auch ziehen.
Vor Ort
Aufträge und Arbeiten der Reederei fallen hauptsächlich im norddeutschen Raum an, in regionalen Gewässern rund um die Weser. „Für größere Aufträge würden wir aber auch weitere Wege fahren“, sagt Lars Lilienthal. Dafür und für Aufträge, die mehrere Tage andauern, gibt es auf beiden Schiffen auch Schlafmöglichkeiten. Wenn ein Schiff für einen Auftrag unterwegs ist, muss die Besatzung aus mindestens zwei Personen bestehen.
Für die Unternehmen in Brake sei es ein großer Vorteil, dass hier vor Ort eine Reederei tätig ist. Wäre das nicht der Fall, müssten anfallende Arbeiten von anderen, nicht ortsansässigen Reedereien durchgeführt werden. „Das wäre für die Unternehmen aufwendiger und vor allem teurer“, sagt Lars Lilienthal.
