Brake - Für Tatjana Holthusen geht ein Traum in Erfüllung: An diesem Donnerstag, 1. Juli, eröffnet sie ihre eigene Reitschule in Brake. Die 35-Jährige hat selbst bereits im Kleinkindalter mit dem Reiten begonnen, im Laufe der Jahre ist es zu ihrer Leidenschaft geworden. Nun hat sie sich dazu entschieden, das Angebot in der Wesermarsch auszuweiten und auf ihrem Hof Reitkurse anzubieten. „Ich wollte meine eigenen Kinder für Reitstunden anmelden und habe dann gemerkt, dass es hier in der Umgebung wenig Möglichkeiten gibt“, erzählt Tatjana Holthusen. Diese Rückmeldung habe sie auch immer wieder von anderen Eltern bekommen, denn vor allem speziell für Kinder sei das Angebot begrenzt.
Sechs Ponys
Seit vergangenem Oktober laufen nun die Vorbereitungen für die Eröffnung. Bereits vor zehn Jahren ist Tatjana Holthusen gemeinsam mit ihrer Familie auf den großen Hof in Süderfeld 2 gezogen, der sich hervorragend für eine Reitschule anbietet. Sie selbst, ihre eigenen und auch befreundete Kinder reiten hier schon länger regelmäßig. Einen passenden Ort musste sie also nicht mehr suchen. Um nun wirklich qualifizierten Reitunterricht anbieten zu können, hat Tatjana Holthusen zu Beginn des Jahres einen Trainerschein erworben. Zusätzlich stand sie während der Planung immer wieder in Kontakt mit dem Veterinäramt. „Mir ist es ganz wichtig, dass hier alles gut läuft. Das Wohl der Ponys und Pferde steht für uns an erster Stelle“, sagt Tatjana Holthusen. Um sie nicht zu überfordern, werden die Ponys höchstens zwei Stunden am Tag geritten. Außerdem stehen wöchentlich jeweils zwei Ruhetage auf dem Plan. Insgesamt gibt es sechs Ponys auf dem Hof, die für die Reitschule genutzt werden sollen. Zusätzlich besitzen die Holthusens zwei Privatpferde.
Neben normalem Reitunterricht sind auch Ferien auf dem Pferdehof möglich. „Natürlich können die Kinder in dieser Zeit häufiger reiten und dadurch auch mehr lernen. Hauptsächlich soll es hier dann aber um Spaß gehen und nicht um Leistung“, macht Tatjana Holthusen deutlich.
Keine Eröffnungsfeier
Aufgrund von Corona wird es am Donnerstag keine große Eröffnungsfeier geben. Die Pandemie hat die Holthusens aber offensichtlich nicht davon abgehalten, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. „Eher im Gegenteil“, sagt Tatjana Holthusen, „Reiten ist ja sowieso ein Individualsport. Außerdem hatten wir durch Corona viel mehr Zeit, uns über alles Gedanken zu machen und zu planen. Wir freuen uns, dass wir jetzt endlich loslegen können.“
