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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 29 Minuten.

Bremerhavener Wahrzeichen
46 Millionen Euro für „Seute Deern“

NWZonline.de Region Wesermarsch

Wenn sich ein letzter Wunsch erfüllt

07.10.2019

Brake Vor zwei Jahren diagnostizierten die Ärzte bei Marita Kurelbaum Bauchspeicheldrüsenkrebs. Am 14. August dieses Jahres starb die Brakerin an den Folgen ihrer Erkrankung. Ihr Mann An-dreas Kurelbaum übergab nun eine Spende an die Palliativstation des St.-Bernhard-Hospitals in Brake.

An Stelle von Blumen

An Stelle von Blumen und Kränzen bat Kurelbaum in der Traueranzeige, die in unserer Zeitung am 17. August erschien, um eine Geldspende zugunsten der Station. Eine bewusste Entscheidung, wie Andreas Kurelbaum erzählt. „Meine Frau wollte ein Urnengrab und fand, Blumen und Kränze seien rausgeschmissenes Geld“, so An-dreas Kurelbaum.

3211,99 Euro sind auf diesem Wege zusammen gekommen, obwohl die Patientin selbst nur kurze Zeit auf der Station verbrachte. „Wir waren viel häufiger hier im Krankenhaus“, erinnert sich der Witwer. Auch der Gang an die Öffentlichkeit und die Einladung der Presse zur Scheckübergabe sei ein bewusster Schritt gewesen. Wenn sie es machen, dann so, seien sich die Eheleute einig gewesen, so Andreas Kurelbaum. „Die Resonanz auf unseren Aufruf war mehr, als ich erwartet habe. In der Anzahl, als auch in der Summe“, so Andreas Kurelbaum.

Die Spende läuft über den Förderverein des St.-Bernhard-Hospitals, der mit dem Neubau der Station ein eigenes Spendenkonto für die Palliativmedizin in Brake eingerichtet hat. „Unsere Aufgabe ist es, Projekte zu fördern, die nicht unmittelbar mit Patienten zusammenhängen“, beschreibt der Vorsitzende des Vereins, Ulrich Hempel. Die Palliativstation sei besonders dringlich auf eine wohnliche Atmosphäre angewiesen. „Das kostet Geld“, wie Hempel weiß.

Bereits 25 000 Euro

Bereits etwa 25 000 Euro an Spendengeldern sind seit der Einrichtung des Kontos eingegangen. Finanziert wurde davon unter anderem die Einrichtung der Küche. Den Patienten soll es ermöglicht werden, in der Küche auch mit ihren Familien oder mit den Pflegerinnen kochen zu können. „Damit die Sterbenskranken sich hier wohlfühlen“, meint Hempel. In der Küche wurde so etwa schon ein Zuckerfest, das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, mit der Familie des Kranken gefeiert. „Das sind lebenswerte, sehr bewegende Momente. Wir sind dankbar, dass wir einen Raum hierfür haben“, hebt Anemone Frinck, leitende Ärztin der Palliativstation, hervor.

Was von den Spenden angeschafft wird, entscheiden die Beschäftigten der Station gemeinsam. Welche Investition nun folgt, steht bislang nicht fest.

Die Station besteht aus fünf Zimmern und wird laut der pflegerischen Leiterin der Station, Christine Wilhelm, in der Wesermarsch gut angenommen. Das Ziel ihrer Arbeit sei es, die Patienten gut gestärkt wieder in die Häuslichkeit zu entlassen, so Wilhelm. Die Aufgabe der Palliativmedizin beschreibt Finck als den Versuch, die Lebensqualität der Patienten und derer Familien so gut wie möglich zu verbessern.

Letzte Reise

Diesen Versuch hatte auch das Ehepaar Kurelbaum unternommen. „Meine Frau hatte eine To-Do-Liste und wir haben probiert alles abzuhaken. Im letzten Jahr haben wir sieben Reisen gemacht. Unsere letzte Reise nach Norwegen mussten wir abbrechen und sind dann über Bremen hier ins Hospital gekommen“, erzählt Andreas Kurelbaum. Einen großen Wunsch habe sich mit einer Reise nach Sansibar im Februar noch erfüllt. Mit der Spendenübergabe erfüllte sich nun ein weiterer Wunsch seiner Frau.

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Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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