Burhave - Eigentlich verbietet sich die Frage nach dem Ziel des amtierenden Pokalsiegers. Die Antwort ist schließlich offensichtlich. Benjamin Luga beantwortet sie dennoch bereitwillig. „Der Titel muss her“, sagt er. Zusammen mit Hauke Lahr hat er den Kreispokal im Konsolen-Fußball für die TSG Burhave in die Wesermarsch geholt. Am Sonntag wollen sie daran anknüpfen und erfolgreich in die Meisterschaften des Kreisfußballverbands Jade-Weser-Hunte im Simulationsspiel „FIFA 22“ starten. Ab 15 Uhr geht’s online gegen den VfL Wilhelmshaven. Dritter im Burhaver Team ist Ilja Müller. „Hauptsächlich werden Ilja und ich spielen“, sagt Benjamin Luga. „Aber es könnte auch sein, dass wir rotieren.“
Weniger als üblich
In den vergangenen Tagen habe er etwas weniger als üblich gespielt, sagt er und lacht. „Ich weiß: Das ist nicht der richtige Weg.“ Aber er werde den Controller in den kommenden Tagen wieder ein wenig häufiger in die Hand nehmen, verspricht er.
Sechs Mannschaften kämpfen um den Titel. Neben Wilhelmshaven und Burhave sind das die SG Elmendorf/Gristede, der 1. FC Ohmstede und zwei Mannschaften vom BV Bockhorn.
Die E-Kreismeisterschaft im NFV-Kreis Jade-Weser-Hunte wird in dem Spiel FIFA 22 auf der PlayStation 4 (PS4) im „Online-Freundschaftsspiel“-Modus (Eins gegen eins) gespielt. Die Mannschaften sind frei wählbar (außer „All-Star-Teams“). Zusätzlich ist der 90er-Modus (ehemals 85-er Modus) Pflicht. Die Gesamtstärke der einzelnen Spieler in den gewählten Teams hat den Wert 90.
Die Spieleinstellungen sind vorgegeben. Gespielt wird in normaler Geschwindigkeit im Schwierigkeitsgrad „Legende“. Die Halbzeitlänge beträgt bei jedem Spiel sechs Minuten.
Benjamin Luga sagt, dass es zwischen Partien in einem Wettbewerb und normalen „08/15-Spielen“ schon einen Unterschied gebe. Er sei zunächst nervös, spiele dann aber ruhiger, sagt er. „Vielleicht dämmt die Anspannung die Nervosität“, mutmaßt er. „In normalen Spielen bin ich wesentlich aufbrausender.“
Kaum Probleme
Zusammen mit Hauke Lahr bewies er im Kreispokalwettbewerb, dass er sich auf den Punkt genau konzentrieren kann. Sie hätten sich spaßeshalber angemeldet. „Wir wollten einfach mal sehen, wie wir abschneiden.“ In der Gruppenphase hätten sie kaum Probleme gehabt. „Aber ab dem Viertelfinale war für jeden Spieler immer etwas drin. Da standen die Chancen 50:50.“ Dank eines 2:1-Finalsieges gegen die SG Wangerland schnappten sich die Butjenter den Pokal.
Mit FIFA 08 begonnen
Er finde es bemerkenswert, dass sich eine langjährige Leidenschaft dann doch noch ausgezahlt habe, sagt Benjamin Luga. Er habe schließlich schon mit „FIFA 08“ angefangen. Der 21-Jährige lacht. „Daraus wurde dann eine niemals endende Liebe.“
