Burhave - Der Bürgerverein Burhave hat den ersten Einsatz seines Tempo-Messdisplays, das seit dem 10. Juni in Höhe der Firma Schultze an der Ortsdurchfahrt stand, ausgewertet. Das Ergebnis fällt positiv aus: Die weitaus meisten Autofahrer haben sich an die vorgeschriebenen maximal 50 Stundenkilometer gehalten. Es gab aber auch derbe Ausreißer. Der Spitzenreiter unter ihnen ist mit Tempo 145 durch den Ort gekracht.
Das Display zeigt nur auf der einen Seite die aktuelle Geschwindigkeit, mit der man unterwegs ist, an. Es misst jedoch in beide Richtungen. Im Zeitraum vom 10. Juni bis zum 29. Oktober, der nun ausgewertet ist, haben 400 607 ankommende Fahrzeuge – also solche, die in Richtung Fedderwardersiel unterwegs waren – das Gerät passiert. In die andere Richtung waren es 365 564 Fahrzeuge. Die meisten Autos pro Stunde ergaben sich an einem Tag im August – es waren mehr als 250.
Im Durchschnitt gut
Bei den eingehenden Fahrzeugen (aus Richtung Nordenham) lag die durchschnittliche Geschwindigkeit bei knapp unter 40 Stundenkilometern, bei den ausgehenden Autos knapp darüber. Die 145 Stundenkilometer erreichte ein Raser, der aus Richtung Fedderwardersiel in Richtung Nordenham fuhr. Der Spitzenwert in die andere Richtung lag ebenfalls mehr als deutlich jenseits des Erlaubten: bei 120 Stundenkilometern.
Unter den ankommenden Fahrzeugführern hielten sich 96,23 Prozent an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer, während 3,73 Prozent mit einer Geschwindigkeit zwischen 51 und 70 Stundenkilometern unterwegs waren. Immerhin 157 Mal hatten Autofahrer zwischen 71 und 90 Stundenkilometer drauf. 18 fuhren mit mehr als 91 Stundenkilometern.
In der Gegenrichtung sieht die Sache drastischer aus. Bei 89,52 Prozent der Autofahrer war zwar alles im grünen Bereich. Hier lässt sich die Zahl der Raser aber schon in Prozenten ausdrücken. 0,57 Prozent – das sind absolut 2099 Autofahrer – hatten zwischen 71 und 90 Sachen drauf. 0,23 Prozent (absolut: 843 Autofahrer) fuhren schneller als 91 Stundenkilometer.
Forderung bleibt
Ralph Krümpelmann, Vorsitzender des Bürgervereins, ist – von den Negativ-Ausreißern abgesehen – zufrieden mit dem Ergebnis. Es zeige, dass das Display zur Verkehrsberuhigung beitrage. An seiner Forderung nach Tempo 30 für Lkw, mit der er sich sogar schon an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt hat, will Ralph Krümpelmann aber festhalten. Unterdessen steht das Display jetzt am Ortsausgang in Richtung Fedderwardersiel.
