„Donnergrollen über Niens“, Artikel in der NWZ  vom 24. Juni

Die Butjenter Landwirte haben nur noch Windparks im Kopf und Dollarzeichen in den Augen. Mit geringstmöglicher Arbeit wollen sie den größtmöglichen Gewinn erzielen – zu Lasten der Bewohner, Haus- und Ferienhausbesitzer und der Natur.

Butjadingen wird zur Industrielandschaft, gespickt mit hässlichen Riesenspargeln, dessen Strom nicht gespeichert und weitergeleitet werden kann, weil dafür die entsprechenden Leitungen weiterhin fehlen. Dabei werden auch gesundheitsgefährdende Probleme wie zum Beispiel Infraschall vergessen. Ebenso wird der Vogelmord ignoriert. (...)

Es gibt genug Berichte, die belegen, dass es im Norden in bestimmten Regionen mehr als genug Windkraftanlagen gibt. Und es gibt Stimmen, die fordern, dass der Bau von Windkraftanlagen runtergefahren werden und nicht mehr gefördert soll.

Wegen der Landwirte wird das Unesco-Biosphärenreservat vom Gemeinderat nicht befürwortet, obwohl dieses Butjadingen viel zu geben hätte. Warum? Weil sich ein paar Landwirte den Weg für Windparks frei halten und Butjadingen in einen nicht mehr lebenswerten Landstrich wie den Landkreis Aurich oder Dithmarschen verwandeln wollen? Dann kommen aber auch viel weniger Touristen in die Gemeinde, die Butjadingen gerade wegen des unverbauten Blicks toll finden.

Die Landwirte sollten sich als Tier- und Gewässerschützer, Pfleger der Kulturlandschaft und Dienstleister im ländlichen Raum sehen. Dabei sollten sie auch auf Direktvermarktung setzen. (...)


Gisela Engels Hilden/Burhave