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Schlick im Fedderwarder Priel Grüne: Bund muss dauerhafte Lösung finanzieren

Detlef Glückselig
Christina-Johanne Schröder, Hans-Gerd Gerdes, Harm Ellinghusen und Ina Korter (von links) positionierten sich bei einem Pressegespräch in Fedderwardersiel klar gegen die geplante Weservertiefung – auch aus Sorge vor einer weiteren Verschlickung der Hafenzufahrt und der Fedderwarder Priels.

Christina-Johanne Schröder, Hans-Gerd Gerdes, Harm Ellinghusen und Ina Korter (von links) positionierten sich bei einem Pressegespräch in Fedderwardersiel klar gegen die geplante Weservertiefung – auch aus Sorge vor einer weiteren Verschlickung der Hafenzufahrt und der Fedderwarder Priels.

Butjadingen - Die Grünen lehnen eine erneute Vertiefung der Weser klar ab. Das haben die Bundestagskandidatin Christina-Johanne Schröder, die Kreistagskandidatin und frühere Butjadinger Bürgermeisterin Ina Korter, Landratskandidat Harm Ellinghusen und Gemeinderatskandidat Hans-Gerd Gerdes am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Fedderwardersiel deutlich gemacht. Nicht zuletzt treibt sie die Sorge vor einer weiteren Verschlickung des Fedderwarder Priels und der Hafenzufahrt um. Im Kampf gegen den Schlick, der dort schon jetzt große Probleme bereitet, sehen die Grünen den Bund in der Pflicht.

Wirtschaftsfaktor

Christina-Johanne Schröder, Ina Korter, Harm Ellinghusen und Hans-Gerd Gerdes haben am Donnerstag ein Gespräch mit Axel Linneweber und Robert Kowitz geführt. Der Bürgermeister und der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft äußerten die Hoffnung, dass Urlaubsregionen künftig mehr wahrgenommen werden – sowohl auf Kreis- wie auch auf Landes- und Bundesebene. Tourismus sei ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das sehen auch die Grünen so.

Ein Thema in dem Gespräch war die geplante Weservertiefung, die die Grünen aus mehreren Gründen klar ablehnen. Das sind die befürchteten ökologischen Folgen und die zunehmende Versalzung des Wassers in den Gräben und Sielen der nördlichen Wesermarsch.

Die Grünen fürchten aber auch, dass durch eine weitere Vertiefung der Weser die Gefahr einer durch Starkregen ausgelösten Hochwasserkatastrophe, wie sich sie sich jetzt in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz abgespielt hat, steigt. Der Kreistag sowie auch alle Kommunen der Wesermarsch müssten sich schon vor diesem Hintergrund geschlossen gegen eine Weservertiefung positionieren.

Für die Grünen steht fest, dass die bisherigen Weservertiefungen einen erheblichen Anteil an der Verschlickung hatten, die dazu führt, dass im Fedderwarder Priel regelmäßig gespült und gebaggert werden muss, damit der Hafen schiffbar bleibt. Eine dauerhafte technische Lösung im Kampf gegen den Schlick zu finden, das überlassen die Grünen gerne der dafür eingesetzten Expertengruppe. Solche Lösungen müssen aber auch finanziert werden. Das, so die Grüne, sei Aufgabe des Bundes, der bei den bisherigen Vertiefungen schließlich Herr des Verfahrens gewesen sei – und damit auch Verursacher der Probleme.


Nicht mehr nur Rosinen

„Bislang sind wir immer nur mit ein paar Rosinen vertröstet worden“, sagt Hans-Gerd Gerdes. Nun müsse eine dauerhafte Lösung her. Auf allen politischen Ebenen gelte es, sich darüber einig und dafür aktiv zu werden, dass Priel und Hafen schlickfrei bleiben, ergänzt Ina Korter.

Ein weiteres Thema war die Finanzierung von touristischen Projekten, von denen in Butjadingen etliche anstehen – der geplante neue Fähranleger in Eckwarderhörne ist nur eines davon. Als problematisch sehen die Grünen an, dass die Gemeinde oder die Tourismusgesellschaft bei solchen Projekten mit hohen Planungskosten in Vorleistung treten müssen. Ina Korter und Harm Ellinghusen regen an, auf Kreisebene einen Infrastrukturfonds für touristische Einrichtungen einzurichten. Aus dem könnten Planungskosten vorgestreckt und konkrete touristische Projekte mitfinanziert werden. Vom Geschäft mit den Urlaubern, so die Argumentation Grünen, profitierten nicht nur die Tourismusgemeinden selbst, sondern auch die umliegenden Kommunen.

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