Butjadingen - Noch Jahre nachdem der Fall eigentlich längst abgeschlossen ist, beschäftigt der Tod eines Politikersohns den damals zuständigen Staatsanwalt. Ihn lässt das Gefühl nicht los, dass es sich nicht nur um einen Unfall gehandelt hat. Sein Referendar bestärkt ihn in diesem Gefühl, als er eines Tages auf verschollene Beweismittel stößt. Doch plötzlich stehen die beiden noch vor vielen weiteren Fragen. Wer wissen möchte, wie es weitergeht, der sollte die ganze Geschichte lesen. Diese stammt von Lana Kister aus Butjadingen. Die 27-Jährige hat in diesem Jahr ihr erstes Buch unter dem Namen „Gedankentod – Wer bin ich heute?“ veröffentlicht.
Neugierde geweckt
„Gedankentod – Wer bin ich heute?“ kostet 12,99 Euro und kann sowohl im stationären Buchhandel als auch im Internet bestellt werden. Für 8,99 Euro ist das E-Book erhältlich.
Schon seit ihrer Kindheit hat Lana Kister Spaß daran, ihre Ideen und Gedanken aufzuschreiben. „In der Grundschule hat es angefangen, irgendwann habe ich dann die ersten Kurzgeschichten für mich selbst geschrieben“, erzählt sie. Dass sie irgendwann mal ein eigenes Buch veröffentlicht, daran habe sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Nach dem Abitur an der Zinzendorfschule in Tossens hat sie ein Jura-Studium in Osnabrück begonnen, das sie inzwischen erfolgreich abgeschlossen hat. „In der Unizeit habe ich mich immer mal wieder am Schreiben versucht, aber irgendwie nicht das richtige Genre für mich gefunden“, sagt Lana Kister. In der Zeit ihres Referendariats hat die 27-Jährige dann eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, die sie dazu bewegt hat, eine neue Geschichte in Angriff zu nehmen. Der Beitrag handelte von einer dissoziativen Identitätsstörung. Betroffene Personen verändern ihre Persönlichkeit häufig aufgrund von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Da sich dieses Thema auch gut mit juristischen Fragen verbinden lässt, war ihre Neugierde geweckt und Lana Kister hat angefangen, ihre Ideen aufzuschreiben.
Vieles aus der Geschichte des Krimis ist inspiriert aus dem echten Arbeitsalltag der Juristin. „Als ich im Februar vergangenen Jahres angefangen habe zu schreiben, war ich noch im Referendariat. In der Geschichte geht es unter anderem um einen Referendar, ich konnte mich also gut mit ihm identifizieren“, erzählt sie. Insgesamt gibt es in dem Buch zwei Protagonisten. Lana Kister hat die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben – solange, bis die beiden Hauptfiguren aufeinander treffen.
Self–Publishing
Ungefähr ein Jahr hat Lana Kister an ihrem Buch gearbeitet. Erst als die Geschichte schon fast fertig war, hat sie sich dazu entschieden, sie wirklich zu veröffentlichen. Das Manuskript hat sie an verschiedene Agenturen geschickt, doch leider ohne Erfolg. „Oft gab es gar keine Rückmeldung“, erzählt die Juristin. Also hat sich Lana Kister dazu entschieden, ihr Buch auf eigene Faust, über einen Self-Publishing-Verlag, zu veröffentlichen. Ihr Cover hat sie mithilfe einer Vorlage selbst gestaltet. Korrektur gelesen wurde das Buch von Freunden und einem Lektor aus dem Bekanntenkreis. Und dann war das Buch auch schon auf dem Markt.
Seit August kann es erworben werden. Um die Kosten für den Anfang so gering wie möglich zu halten, wird erst gedruckt, wenn eine Bestellung eingegangen ist. Bisher wurden rund 50 Bücher gekauft. „Dafür, dass ich kaum Werbung gemacht habe, ist das schon nicht schlecht“, sagt die Butjenterin. Doch natürlich hofft sie auf noch mehr Krimifans, die sie begeistern kann. Und eine Idee für ein weiteres Buch schwebt Lana Kister auch schon im Kopf.
