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Culture Call in Brake Kultur auf Knopfdruck auch in Brake erleben

Jetzt klappt es mit dem QR-Code: Michael Haaken hat den Zugang zur Audio-Datei über den Mordstein angebracht.

Jetzt klappt es mit dem QR-Code: Michael Haaken hat den Zugang zur Audio-Datei über den Mordstein angebracht.

Ulrich Schlüter

Brake - Bei Anruf Kultur: Mit einem Smartphone lässt sich andernorts Wissenswertes über markante und geschichtsträchtige Punkte erfahren. Wenn das auch in Brake so einfach wäre mit dem sogenannten „Culture Call“. Denn an die große Glocke gehängt wurde dieses besondere touristische Angebot nicht.

Bereits im Jahr 2014 wurde der „Culture Call“ in Brake eingeführt. Wer in der Kreisstadt unterwegs ist, sollte mittels eines QR-Codes an 18 Punkten im Stadtgebiet „Culture Calls“ (Kultur-Anrufe) tätigen und sich am Mobiltelefon spannende Geschichten etwa über den Telegraph, das Fischerhaus, den Postplatz oder den Braker Hafen erzählen lassen. Doch einen QR-Code oder eine Telefonnummer, beispielsweise am Schiffahrtsmuseum, am Telegraph oder an der Plassmannvilla, sucht man vergebens.

Auf Hoch- und Plattdeutsch

Auch der Mordstein in Golzwarden zählt zu den aufgelisteten Sehenswürdigkeiten. Im „Culture Call“-Universum sollte man sich die Legende des Mordsteins in Golzwarderwurp erzählen lassen. Diese und 17 andere Geschichten finden sich aber nur als Audio-Dateien auf der „Culture Call“-Webseite im Internet über die Homepage des Brakevereins (Digitaler Stadtführer). „Vollkommen unabhängig können Sie Brake mit Ihrem Smartphone erkunden. Einfach QR-Code einscannen und auswählen zwischen Text- oder Hörerlebnis (Hochdeutsch oder Plattdeutsch). Alternativ können Sie auch einfach die Rufnummern wählen“, heißt es auf der Homepage.

QR-Code führt zum Ziel

Ein Hinweis auf „Culture Call“, ein QR-Code, fehlte auch am Mordstein – bis Michael Haaken die Initiative ergriff und selbst dafür sorgte. Gemeinsam mit seiner Frau Annette hat er vor einigen Jahren den Hof erworben, auf dem sich der Mordstein befindet. Alle seine Versuche, auf „Culture Call“ aufmerksam zu machen, schlugen fehl. „Es kam nichts. Ich fühlte mich allein gelassen“, sagt er auf Nachfrage unserer Redaktion. Kurzerhand stattete er den Mordstein selbst mit einem QR-Code aus. Mit Erfolg. Wer vor dem Mordstein steht und den QR-Code nutzt, gelangt nun zur Audio-Datei. Die 2:52 Minuten lange Geschichte ist über die CultureApp sowohl auf Hochdeutsch als auch auf Plattdeutsch zu hören und auch nachzulesen.

Brake im Dornröschenschlaf

Trotz Michael Haakens Engagement befindet sich „Culture Call“ in Brake noch immer in einem Dornröschenschlaf. Beim Verein Brake Tourismus und Marketing an der Kaje gibt es eine Karte mit den aufgelisteten 18 Sehenswürdigkeiten. „Nutzen Sie ihr Handy als Stadtführer“, ist zu lesen. Der QR-Code der CultureApp auf der Karte führt tatsächlich zu den entsprechenden Dateien auf der Homepage. Wer jedoch die angegebene Telefonnummer wählt, landet bei einem ratlosen Mitarbeiter im Braker Rathaus.


Während man im Pavillon des Brakevereins an der Kaje eine Karte mit dem QR-Code-Zugang zu allen Hotspots bekommt, gibt es im Schffahrtsmusem eine Karte zu jedem der 18 Sehenswürdigkeiten, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Und siehe da: Auch die aufgeführte Adresse www.wesermarsch-maritim.de führt zum Erfolg. Es könnte demnach gelingen, Brake für Besucher attraktiver zu machen – nur sollte „Culture Call“ bekannter sein.

Auf den Spuren eines Romans

Das möchten Michael Haaken und der Autor Helmut Heyen, der einen Roman über den Mordstein geschrieben hat. Zur „LiteRADtour – auf den Spuren eines Romans“ soll im Frühjahr eingeladen werden. „Inhaltlich wird an verschiedenen Stationen, die auch im Roman Mordstein eine Rolle spielen, gehalten und passende Textstellen gelesen“, beschreibt Helmut Heyen das Projekt. Da wäre es prima, wenn bei der Tour Informationen beispielsweise über die Bartholomäuskirche und Arp Schnitger per QR-Code an Ort und Stelle abzurufen sind. Mit dem Mordstein klappt es ja bereits.

Die 18 Stationen in Brake sind Stadtkaje mit Telegraph, Plassmannvilla an der Mitteldeichstraße, Oltmanns-Werft, der Braker Hafen, Walfang, Fischerhaus, Sturmflut und Meer, Mitteldeichstraße, Postplatz, Schiffahrtsmuseum, Georg von der Vring, Delikates, Friedrichskirche, Brommy, Bartholomäuskirche, Arp Schnitger, Mordstein in Golzwarden und Oldenburger Hafen.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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