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Digitaler Beratungskompass Schnelle und einfache Hilfe in der Wesermarsch

Haben den Beratungskompass mitentwickelt: Familiencoach Iris Lohmann (links) und Projektleiterin Janine Claßen

Haben den Beratungskompass mitentwickelt: Familiencoach Iris Lohmann (links) und Projektleiterin Janine Claßen

Eyleen Thümler

Brake/Wesermarsch - Den Zugang zu Beratungsangeboten verbessern und Hemmnisse zur gesellschaftlichen Teilhabe aus dem Weg räumen – das sind die wesentlichen Ziele des digitalen Beratungskompasses für die Wesermarsch. Dieser wurde von der Kreisvolkshochschule im Rahmen des Projektes „Arbeit und Familie – auf Erfolgskurs in der Wesermarsch“ ins Leben gerufen und kann ab sofort genutzt werden.

„Es gibt so viele Hilfsangebote, die nicht wahrgenommen werden, weil der Weg zu komplex gestaltet ist. Das wollen wir mit dem Beratungskompass ändern“, sagt Projektleitung Janine Claßen. Bereits seit Sommer 2020 wurde an der Idee für die neue Internetplattform gearbeitet, die nun einen Überblick über die umfangreiche Beratungslandschaft in der Wesermarsch bietet und den Zugang zu Informationen über Sozialleistungen und Qualifizierungsangebote erleichtert.

150 Beratungsstellen

Schon lange seien die Probleme von Ratsuchenden bekannt gewesen. Der digitale Wegweiser soll nun dazu beitragen, ihnen unabhängig von Terminen, Öffnungszeiten und räumlicher Mobilität schnell und einfach die für ihr Anliegen passenden Ansprechpartner zu finden und kontaktieren zu können.

Das Projekt

Der digitale Beratungskompass wurde im Rahmen des von Juli 2020 bis Ende 2022 vom Europäischen Sozialfonds und Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekts „Arbeit und Familie – auf Erfolgskurs in der Wesermarsch“ entwickelt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, von Armut bedrohte Familien in der Wesermarsch durch einen ganzheitlichen Coaching-Ansatz zu stabilisieren und zu aktivieren. Es wird persönlich geholfen beim Ausfüllen von Formularen, beim Behördengang oder beim Schriftverkehr mit Ämtern. Dabei sind die Beratungen individuell auf die jeweiligen Bedarfe der Familien zugeschnitten.

Fast 150 Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen sind bisher im Kompass verzeichnet. Und es sollen noch mehr werden. Denn die Internetplattform kann fortlaufend aktualisiert und immer neu angepasst werden. „Das ist der Vorteil zu gedruckten Infobroschüren, die sehr schnell wieder veraltet sind“, sagt Janine Claßen.

Um sicherzustellen, dass alle Informationen aktuell und fehlerfrei sind, wurden die aufgelisteten Beratungsstellen im Vorfeld kontaktiert. Und auch Sprachbarrieren gibt es im Beratungskompass nicht. Um auch Menschen mit wenig oder gar keinen Deutschkenntnissen die Nutzung ermöglichen zu können, wurden die Informationen auf elf weitere Sprachen übersetzt.

Auch spezielle Themen

Damit sich Ratsuchende möglichst schnell und einfach zurechtfinden, gibt es eine leicht verständliche Kategorienstruktur mit 17 Hauptkategorien wie Familie, Gesundheit oder Migration. Die Navigation ist intuitiv und nutzerorientiert.


Und auch speziellere Themen, die in der Wesermarsch nicht abgedeckt werden, wurden berücksichtigt und Angebote aus angrenzenden Landkreisen und Städten aufgeführt. Der Beratungskompass kann zudem nicht nur Ratsuchenden helfen, sondern auch eine Unterstützung für Beratungsstellen und Behörden darstellen. „Es gibt so viele Angebote, die auch die Berater nicht alle kennen. Um Ratsuchende dann an die richtige Stelle weiterleiten zu können, ist unsere Plattform sehr nützlich“, sagt Iris Lohmann, die als Familiencoach in dem Projekt tätig ist.

Eine vergleichbare Plattform habe es vorher nicht gegeben. „Andere Übersichten waren veraltet oder unübersichtlich, viele Infos musste man sich mühsam zusammensuchen“, sagt Janine Claßen: „Wir freuen uns, dass der Beratungskompass jetzt endlich an den Start geht und hoffen, dass er vielen Menschen helfen kann.“

Eyleen Thümler
Eyleen Thümler Redaktion Nordenham
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