Kleinensiel - „Anfang des Jahres lagen wir mit unserer Sportgruppe erschöpft auf der Matte“, erzählt Evelin Bargmann, „Da wanderte mein Blick nach oben an die Decke und ich dachte mir: Wie sieht denn die Halle bloß aus?“
Weil Evelin Bargmann keine Frau der langen Worte ist, machte sie sich gleich ans Werk. „Ich sprach meinen alten Kumpel Hanke an, und der war sofort Feuer und Flamme, als ich ihm von meinen Plänen erzählte.“ Die Pläne bestanden darin die Halle in Eigenleistung zu streichen.
Gemeinde gibt Geld
„Der alte Kumpel Hanke“, das ist Hanke Schnitger, seines Zeichens Ratsherr in der CDU-Fraktion und ehemaliger Vorsitzender des Bürgervereins Kleinensiel, und der machte sich dann auch auf den Weg zu Bürgermeister Harald Stindt. Der wiederum sagte zu, dass die Gemeinde die Materialkosten übernimmt.
Mit ein wenig Verzögerung ging es dann los. In einem Fachgeschäft für Malerbedarf kauften die Ehrenamtlichen eine hochwertige Farbe, bei der nur ein Anstrich nötig ist, sowie weiteres Material. Für die Renovierungsarbeiten gewannen sie viele Mitglieder aus dem Bürgerverein, die seit Ende September die Innenwände des Dorfgemeinschaftshauses in den Farben Lachs und Mint streichen.
Unterstützung erfuhren die Helferinnen und Helfer von Josef „Juppi“ Sturm und dem gelernten Maler Erwin Martens. „Sie geben uns Anleitung, und wir machen das dann“, sagt Evelin Bargmann. Rund 15 Erwachsene und Jugendliche arbeiten hier Hand in Hand.
Bürgermeister Harald Stindt zeigte sich bei einem Besuch begeistert angesichts des Engagements des Bürgervereins: „Ich finde es toll, dass hier so viele mitmachen.“
Weitere Wünsche
Jetzt hat der Bürgerverein aber noch Wünsche, die er nicht mehr aus dem eigenen Budget bezahlen kann. Aus hygienischen Gründen wollen die Aktiven die alten Stoffvorhänge gegen Lamellenvorhänge austauschen. Außerdem wird auch eine zeitgemäße und energiesparende Beleuchtung gebraucht. Später soll dann auch noch ein neuer Bodenbelag in die Halle kommen. Denn auch dieser hat seine besten Zeiten hinter sich.
