Einswarden - Über viele Jahre haben sich selbst überlassene Häuserruinen den südlichen Abschnitt der Niedersachsenstraße in Einswarden geprägt. Inzwischen sind Abrissbagger den Schrottimmobilien zu Leibe gerückt, um den Weg für eine Neugestaltung dieses Quartiers freizumachen. Auf der bald geräumten Fläche im Bereich Niedersachsenstraße 52 bis 62 entsteht eine parkähnliche Grünfläche. Wie die aussehen soll, hat Baudezernentin Ellen Köncke jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. In einer Sitzung des Bauausschusses stellte sie die von einem externen Büro ausgearbeitete Planung vor.
4000 Quadratmeter
Auftraggeberin für die Errichtung der Grünanlage ist die Immobiliengesellschaft Nordwohnen. Ihr gehörten die mittlerweile abgerissenen Gebäude. Nach der Fertigstellung des für alle Bürger zugänglichen Areals übernimmt die Stadt Nordenham die Grünanlage. Für die Beseitigung der Schrottimmobilien und Herrichtung der etwa 4000 Quadratmeter großen Fläche stehen 400 000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau West zur Verfügung.
Durch die Grünanlage zieht sich eine Verbindungsachse in Gestalt eines gepflasterten Weges, der in gerader Linie von der Niedersachsenstraße zur Friesenstraße führt. Dieser Weg besteht aus grauen Betonsteinen. In einem Abschnitt wird er verbreitert, um Platz für eine Treffpunkt-Fläche zu schaffen. Dort befindet sich auch eine lange Sitzbank.
Hinzu kommen weitere Sitzgelegenheiten unter Bäumen und eine Liegewiese, die an einen mit Gras bewachsenen Erdhügel grenzt.
Um die Rasenflächen führt in geschwungenen Formen ein Weg für Spaziergänge. Laut Entwurf soll er mit einer Schicht aus Splitt und Schotter abgedeckt werden. Doch Baudezernentin Ellen Köncke kündigte in der Ausschusssitzung an, dass auch für diesen Rundweg eine Pflasterung aus Betonsteinen vorgesehen sei.
Bäume, Stauden, Hecken
Das Bepflanzungskonzept sieht einen Mix aus verschiedenen Baumarten vor. Dazu gehören Ahorn, Birne, Wildapfel, Weide und Gleditschie. Darüber hinaus gibt es Staudenflächen und Blühwiesen sowie Rotbuchenhecken in den Randbereichen.
Der Bauausschuss nahm die Planung zustimmend zur Kenntnis. Allerdings kam die Frage auf, ob der Pflegeaufwand womöglich die Personalkapazitäten des städtischen Bauhofs übersteigen könnte. „Auf den Bauhof kommt immer mehr Arbeit zu“, warnte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Wolf. In einer der nächsten Ausschusssitzungen soll Bauhof-Chef Rainer Stoffers sich zum Stellenplan und zur Auslastung äußern.
