Nordenham - 540 zahlende Gäste, 100 Mädchen und Jungen auf der Bühne, dazu die vielen Helfer hinter den Kulissen: „So richtig können wir es selbst noch gar nicht glauben, aber es ist tatsächlich so: Der Ellwürder Kinder-Karneval ist wieder zurück“, rief der Vorsitzende des Bürgervereins Ellwürden, Norbert Hartfil, in den Saal. Ein donnerndes „Ellwürden helau“ hallte zurück.
Kinderkarneval Ellwürden
Christian Schöckel
Kinderkarneval Ellwürden
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Kinderkarneval Ellwürden
Christian Schöckel
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Kinderkarneval Ellwürden
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Kinderkarneval Ellwürden
Christian Schöckel
Kinderkarneval Ellwürden
Christian SchöckelDie Jahre 2021 und 2022 seien aus karnevalistischer Sicht „ziemlich unlustige Jahre“ gewesen, sagte er. Der Neustart der traditionsreichen Jecken-Parade entwickelte sich zu einer turbulenten Kinder-Party. In den Saal strömten doppelt so viele Gäste wie im Jahr vor der Pandemie. Das überraschte sogar die Alt-Vorderen des Bürgervereins. Und da es so rappelvoll wurde, dass schon eine halbe Stunde vor dem ersten Tusch niemand mehr einen Platz fand, öffneten die Helfer auch noch die Empore.
Um die Welt
Der 57. Kinderkarneval des Bürgervereins Ellwürden folgte dem Motto „Einmal um die ganze Welt“. Kleine Fähnchen aus aller Herren Länder schufen das passende Ambiente. Verkleidet als Biene Maja oder Police Officer, Piratin oder Matrose, Teufelin oder Superman genossen die Kinder das närrische Spektakel, das geradezu dazu einlud, außer Rand und Band zu spielen und zu toben. Und alle genossen auch die quirligen Aufführungen der rund hundert drei- bis sechzehnjährigen Mädchen und Jungen, die auf der Bühne unter der Regie der beiden KiKa-Obfrauen Mareike Kaffka und Meike Ostendorf in ihren fantasievollen Kostümen alles gaben.
Schon seit Wochen hatten die Kinder für diesen Bühnennachmittag geübt. Die „Minis“ schlüpften dabei in die Tracht der Eskimos und entführten unter der Leitung von Diana Conje, Sabrina Timmermann und Mareike Kaffka mit Liedern und Tänzen nach Alaska. Die Vorschüler und Erst- und Zweitklässler ritten als „Cowgirls“ auf Steckenpferden ein, und die Dritt- und Viertklässler folgten einem schottischen Dudelsackspieler. Beide Gruppen hatten Diana Conje, Catrin Elzinga und Mareike Kaffka trainiert.
Ganz in schwarz
Die coolen Jungs „Gangman Style“ tanzten ganz in schwarz gekleidet, mit Caps und lässigen Sonnenbrillen zum K-Pop des südkoreanischen Rappers Psy. Ihre Choreografie hatten Meike Ostendorf und Mareike Kaffka ausgetüftelt. Die Regie bei den „Cheerleadern“ aus Mädchen der Klassen 5 und 6 führten Meike Ostendorf und Anja Hoffmann. Ihr „Hey Magdalena“ provozierte geradezu zum Mitsingen.
Das Kommando bei der Garde und der Gruppe „Bollywood“ schließlich hatten Katrin Maas und Lena Hartfil. Die Bollywoods traten in den schillernden und farbenprächtigen Festkleidern indischer Frauen auf und starteten auf dem Höhepunkt der Karnevalsfete eine „Polonäse aus Blankenese“ quer durch den Friedeburgsaal. Der Saal tobte.
Nun konnte nur noch eines folgen: Nenas Popsong „99 Luftballons“ schallte lautstark aus den Boxen. Das hat längst Tradition. Doch es waren nicht nur 99 Ballons, sondern viele hundert mehr, die vom Hallenhimmel auf die Köpfe der Kinder herabregneten und die Tanzfläche ein letztes Mal in einen kunterbunten Hexenkessel verwandelten.
