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NWZonline.de Region Wesermarsch

Hubbrücke ist nun tatsächlich Geschichte

27.08.2018

Elsfleth /Berne Die Berufspendler, die an diesem Montagmorgen aus der Wesermarsch über die Bundesstraße 212 nach Bremen pendeln, werden sich beim Überqueren der Hunte wundern. Die alte Hubbrücke, die seit Mitte der 50er Jahre ein markantes Zeichen in der so flachen Wesermarsch setzte, ist urplötzlich verschwunden.

„Der Abbau ist planmäßig verlaufen. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt“, sagt Diplom-Ingenieur Rainer Wessels von Tiesler Hoch- und Tiefbau am Sonntag im Gespräch mit der NWZ. Wessels hat beim Abbau Regie geführt und ist froh, dass der lang vorher geplante Abbau so gut funktioniert hat.

Der 47-Jährige gebürtige Schweiburger, der seit elf Jahren in Varel lebt, gibt zu, dass er vor dem Abbau, der über Monate vorbereitet worden war, so manche schlaflose Nacht verbracht hat. „So ein Rückbau ist eben wesentlich komplexer als ein Aufbau“, sagt der Mann, bei dem nach dem Abbau doch ein bisschen Wehmut aufkommt. „Für mich war diese Brücke wie ein echtes Denkmal, das gerade in der Wesermarsch weithin über viele Jahrzehnte sichtbar war“, sagt Wessels.

Über viele Monate hatte Wessels die Baupläne der alten Hubbrücke im Detail studiert. „Wir hatten überall einen Plan B oder C. Das Umlegen der beiden Türme und das Bergen der Gegengewichte ist eben schon eine heikle Sache. aber in Teamarbeit ist alles gut gegangen“, sagt Wessels.

Eine Hauptrolle spielten dabei zwei Schwerlastkrane, die auch den 54 Meter langen und 304 Tonnen schweren Überbau der Hubbrücke an Land hoben und Elsflether Seite ablegten.

Beim gesamten Abbau waren rund 30 Mann sowie die beiden Schwerlastkrane und die drei Hilfskrane im Einsatz. Beim Blick vom Deich in Richtung Weser muss man sich jetzt an ein ganz neues Bild gewöhnen, denn zuvor war die neue Huntebrücke so nicht zu sehen.

Zur Erinnerung: Die neue Huntebrücke ist 250 Meter lang, allein das Klappenteil wiegt stattliche 1800 Tonnen. Sie ist Deutschlands größte einflügelige Klappbrücke und war am 10. Dezember 2015 mit einem großen Festaktes für den Verkehr freigegeben worden.

Und auch auf den ersten anderthalb Kilometern der neuen Bundesstraße 212 zwischen Huntebrück und Berne durfte zu dieser Zeit der Verkehr dann endlich rollen. Rund 45 Millionen Euro hatten Brücke und Straße gekostet.

Für Autofahrer bringt die neue Brücke durchaus Vorteile mit sich: Weil die Unterkante der neuen Klappbrücke höher liegt als die der alten Hubbrücke, können Schiffe mit höheren Aufbauten die Brücke passieren, ohne dass diese geöffnet werden muss – der Verkehr, den in den vergangenen Jahren zugenommen hat, rollt damit wesentlich flüssiger.

Hans-Carl Bokelmann
Jade/Ovelgönne
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2304

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