Elsfleth/Berne - Die Stadt Elsfleht und die Gemeinde Berne setzen sich dafür ein, dass die Eisenbahnbrücke über die Hunte bei Elsfleth auch wieder von Fußgängern und Radfahrern als schnellste Verbindung zwischen beiden Kommunen genutzt werden kann. Das teilt Elsfleths Bürgermeisterin Brigitte Fuchs mit.

Kurz nach Schließung der Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer habe es bereits Gespräche mit den Verantwortlichen der Bahn gegeben und in der Folge immer wieder weitere. Bisher seien diese Gespräche allerdings leider nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Die Deutsche Bahn – Eigentüpmer ist die DB Netz – hatte die Eisenbahnbrücke für Radfahrer und Fußgänger Mitte März gesperrt. Zunächst wurde mit Hilfe eines Schildes mitgeteilt, dass diese Sperrung nur bis 1. April andauern würde. Doch es blieb auch nach dem 1. April bei der Sperrung. Eine Nachfrage der NWZ bei der Bahn ergab, dass die Sperrung aller Voraussicht nach dauerhaft sein wird. Wie Bürgermeisterin Brigitte Fuchs von der Bahn erfahren haben will, soll sich eine E-Bike-Fahrerin durch Kollision mit dem Zaun auf der Zuwegung auf dem Gebiet der Gemeinde Berne erhebliche Verletzungen zugezogen haben. Die Frau sei trotz der Hinweisschilder, dass man dort absteigen muss, auf dem Weg gefahren. Der zuständige Sachbearbeiter der DB-Netz sei daraufhin verklagt worden. Nach diesem Zrteil sei er persönlich haftbar, wenn dort erneut ein vergleichbares Unglück geschieht. In dieser Situation habe die Bahn keine andere Möglichkeit gehabt als die Zuwegung und die Brücke zu sperren.

„Dieser Instandhaltungsweg ist weder für den öffentlichen Raum in seinen Abmessungen dimensioniert, noch als solcher freigegeben worden. Daher steht er nur Mitarbeitern der Bahn für ihre Tätigkeiten zur Verfügung“, hatte die Bahn als Begründung auf Anfrage der NWZ mitgeteilt.

Damit hat sich – wohl unter dem Eindruck des Urteils – die Einschätzung der Bahnverantwortlichen geändert, dass der Weg als öffentlich nutzbar ist. Obwohl er wenig komfortabel und reichlich eng ist, war er viele Jahre Teil des Weserradweges. Das wurde erst vor etwa drei Jahren geändert, eben weil der Weg den Anforderungen an eine überregionale touristische Route nicht genügt hat.


Dass die Zuwegung zur Eisenbahnbrücke– und das kann nicht ohne Duldung und Wissen der Bahn geschehen sein – erst im Jahr 2015 auf Elsflether Seite auf Kosten der Stadt saniert wurde, ist ein weiterer Hinweis, dass es sich keineswegs nur um eine private Zuwegung handelt.

Und davor haben sich auch schon mal Elsflether und Berner Unternehmen finanziell beteiligt, um diese Verbindung zwischen den Kommunen für die Mitarbeiter zu erhalten.

Heidi Grabhorn, die mit ihrer Familie auf dem Elsflether Sand wohnt, will erfahren haben, dass für 2030 die Fertigstellung einer neuen Brücke geplant sei und diese selbstverständlich auch eine Überquerungsmöglichkeit für Fahrradfahrer und Fußgänger vorsehen soll.

Zunächst aber soll das Thema im Fachausschuss des Kreistages behandelt werden. Das haben die Kreis-Grünen beantragt.

Torsten Wewer
Torsten Wewer Kanalmanagement