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Betretungsverbote Auch In Elsfleth Auswärtige kommen mit Pferden an den Strand

Elsfleth - Dieser Schritt war laut Bürgermeisterin Brigitte Fuchs unausweichlich: Seit Dienstag ist der gesamte Strandbereich in Oberhammelwarden bis südlich zur Schleuse beim Sportboothafen gesperrt. Auch der Strandbereich „Elsflether Sand“ bis zur Stadtgrenze zur Gemeinde Berne darf von Auswärtigen nicht mehr betreten werden.

Auswärtige Kennzeichen

Nach einem Besuch der öffentlichen Plätze am Montag und Dienstag war Elsfleths Bürgermeisterin fassungslos: „Es ist unglaublich, 90 Prozent der Parkplätze sind mit Autos belegt, die nicht mal aus dem Landkreis Wesermarsch kommen“, sagte sie im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung. Viele Personen seien von ihr und von Mitarbeitern des Ordnungsamtes persönlich angesprochen worden, warum sie jetzt nach Elsfleth kämen. Die Antwort: Die Küsten seien zu und der Strand in Elsfleth sei ja schließlich noch geöffnet.

Auch auf Facebook kursieren wohl ähnliche Informationen, so dass nach den Worten von Brigitte Fuchs viele Besucher aus Oldenburg und Bremen nach Elsfleth kommen. Aus Cuxhaven kämen Besucher nach Elsfleth, weil sie dort nicht mehr an den Strand dürften. „Mit Pferdeanhängern kommen sie aus Westerstede, um mit ihren Tieren hier am Strand auszureiten“, merkte die Bürgermeisterin an.

Das unsoziale Verhalten dieser Menschen ist für sie nicht nachzuvollziehen. „Viele Personen haben heute sogar angerufen, ob der Strand wirklich auf ist, weil sie Ostern kommen wollen, aus Friesland, Cuxhaven, Bremen und so weiter“, schilderte die Bürgermeisterin am Dienstagnachmittag. Sie ist bestürzt: „Damit hatten wir am Freitag nicht gerechnet. Da das Wetter Ostern auch noch sehr schön werden soll, wird es ohne Betretungsverbot nicht gehen“, betonte sie.

Wohnsitz entscheidend

In enger Abstimmung mit dem Landkreis Wesermarsch ist nun die Allgemeinverfügung zu Betretungsverboten in der Stadt Elsfleth veröffentlicht worden. „Wie die Allgemeinverfügung für Butjadingen, verbietet die Allgemeinverfügung für Elsfleth das Betreten und Befahren von touristisch besonders frequentierten öffentlichen Plätzen in Elsfleth für alle Menschen, die ihren ersten Wohnsitz nicht im Gebiet der Stadt Elsfleth haben“, fasst Hans Kemmeries, Erster Kreisrat des Landkreises Wesermarsch, den Inhalt der Verfügung zusammen.

Warum das jetzt verhängte Betretungsverbot in Elsfleth alternativlos ist, erläuterte Landrat Thomas Brückmann: „Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat ihre sozialen Kontakte auf das Notwendigste reduziert, verzichtet auf Ausflüge, meidet Orte mit gewöhnlich hohem Publikumsverkehr und hält sich sehr diszipliniert an die übergeordneten Verordnungen des Landes Niedersachsen sowie die ergänzenden Allgemeinverfügungen des Landkreises.“ Allerdings, so Thomas Brückmann weiter, gebe es in der Bevölkerung auch immer noch eine Minderheit, die die bestehenden Regelungen missachtet.


Polizei schreitet ein

Auch die meisten umliegenden Landkreise mit Küstenzugang sowie regional beliebten Ausflugszielen haben, wie jetzt die Wesermarsch auch, entsprechende Betretungsverbote erlassen. „Mit den beiden neuerlichen Allgemeinverfügungen für Butjadingen und Elsfleth besteht ein rechtlicher Rahmen, auf dessen Basis Polizei und Ordnungsamt gemeinschaftlich die Einhaltung der Regelungen vor Ort überwachen und Verstöße ahnden können und werden“, so Thomas Brückmann.

Der Landrat rät abschließend allen Bürgerinnen und Bürgern, sich im Zweifelsfall vorab bei den Behörden über aktuelle Regelungen zu informieren und ihr Wissen nicht ungeprüft über Facebook, Twitter und Co. zu beziehen.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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