Elsfleth - Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB haben am Dienstagabend eindrucksvoll ihre Ambitionen auf die Vizemeisterschaft unterstrichen. Das Heimspiel gegen den Vierten HC Bremen gewann die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann nach bärenstarker Leistung mit 26:20 (12:11). Viel Zeit zum Ausruhen bleibt dem neuen Tabellen-Zweiten aber nicht. Schon am Samstag geht es um 15.30 Uhr beim Achten SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn II erneut auf Punktejagd.
„Unsere Abwehr stand richtig gut“ freute sich ETB-Kreisläuferin Shelby Lameyer. „Gegen Arsten nur 20 Tore zu kassieren, ist schon stark“, sagte sie und betonte die gute Zusammenarbeit im Abwehrverbund und im Rückzugsverhalten nach Ballverlusten. Schon in den ersten 30 Minuten ließ der ETB kaum gute Wurfmöglichkeiten zu.
Allerdings fiel die 12:11-Pausenführung eher dürftig aus, weil die eigenen Angriffe teilweise sehr hektisch vorgetragen wurden. Nach dem Wiederanpfiff rührten die Elsfletherinnen aber Beton an. Und was dann doch den Weg auf den ETB-Kasten fand, wurde von der nach der Pause eingewechselten und ebenfalls bestens aufgelegten Torhüterin Anika Driesner entschärft. Bis zur 43. Minute musste sie sich lediglich bei einem Siebenmeter geschlagen geben.
Bremens Trainer Mark Franke erkannte die eigene Wurfschwäche und teilte dies seinen Spielerinnen während einer Auszeit (41.) auch lautstark mit. „Wenn wir dieses Spiel verlieren, dann nur, weil wir vorne die Dinger nicht machen“, sagte er. Geholfen hat sein gut gemeinter Hinweis kaum. Die Elsfletherinnen ließen nichts mehr anbrennen, blieben bis zum Ende konzentriert bei der Sache und siegten letztlich souverän und verdient. „Das Spiel haben wir in der Abwehr gewonnen“, meinte auch Coach Klostermann, der mehr denn je an die Vizemeisterschaft glaubt.
ETB: Hennig, Driesner - Lissewski (9 Tore), C. Sommer (6), Molzahn (5/2), Richter (2), Lameyer (1), Lübben (1), Stellmann (1), Birken (1), F. Sommer, Knüppel.
Spielstationen: 2:4 (9.), 7:6 (14.), 12:11 (30.), 15:12 (38.), 20:12 (43.), 21:15 (52.), 26:20 (60.).
