Elsfleth - Von Zombies bedient werden? Geister auf einem Kettenkarussell entdecken? Das alles war am Samstag in der Elsflether Innenstadt der völlig normale Wahnsinn. So kurz vor Halloween ging es in der Fußgängerzone nämlich ganz schön gruselig zu, als Untote und andere Gestalten aus der Unterwelt dort ihr Unwesen trieben. Verkleidet waren nicht nur die kleinsten und jüngsten Menschen – ihren Spaß hatten auch viele Erwachsene mit vernarbten Gesichtern, Hackebeilen im Rücken oder aufgemalten Spinnennetzen.
„Mal gucken, wer alles mitmacht“, sagte der kleine Tamme als Gespenst schon voller Spannung und Aufregung, während er auf seine kleine Schwester Tilda, die vergnügt ihre Runden auf dem Kinderkarussell drehte, wartete. Und das konnte dauern, denn die Fahrten waren dank einer Spende des Gewerbe- und Handelsvereins an diesem Tag alle gratis.
Leckereien
Genau wie die Zuckerwatte, die es als „klebrige Spinnweben“ vor der Apotheke gab oder die lecker riechenden Waffeln, mit denen der Förderverein des Schwimmbades die Passanten an seinen Tisch lockte. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern“, gestanden Grit Gärtig, Ivonne Horn und Eva Brischke-Bau, die den mitunter schaurig düsteren Besuchern zur Waffel auf Wunsch gleich das Beitrittsformular servierten.
„Nach dem Einbau des Lifts oder dem Umbau der Kabinen ist jetzt die Erneuerung der Rutsche im Kinderbecken geplant“, verriet die Vorsitzende Grit Gärtig, der an diesem Tag eine ziemlich lange Nase mit Warze gewachsen war. Aufgepustete Kürbismänner und Hexen, Luftballons oder jede Menge Seifenblasen vor dem Geschäft von Elektro Meyer sorgten da für das passende Ambiente.
Besondere Häuser
Gruselig geschmückt war aber nicht nur Elsfleths Fußgängerzone. Auch mancher Hausbesitzer machte sich einen Spaß daraus, Kürbisse aufzustellen oder dicke Spinnweben über den Zäunen zu verteilen. So wie Familie Thielen-Kreuznacht, in deren Vorgarten vor Zombies gewarnt wurde.
Selbstgebastelte Laternen waren zudem zur Abstimmung über das schönste Modell im Immobilienbüro Nothold ausgestellt, aus dem immer wieder dicke Nebelschwaden waberten. Doch da traute sich manch kleiner Besucher aufgrund der schaurigen Geräusche gar nicht hinein.
Laternenlauf
Bei Cocktails, Bratwurst und anderen Leckereien ließ sich die Zeit bis zum Einbruch der Dunkelheit zum Glück aber auch ohne gruselige Geräusche verbringen.
Zum Abschluss des schaurig-schönen Tages in der Innenstadt fand der große Laternenlauf statt, bei dem die Feuerwehr für die Sicherheit und der Spielmannszug für die passende Marschmusik sorgte.
