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Handball Schwere Aufgabe nach großem Umbruch

Thorsten Sanders

Elsfleth - Endlich hat die Schinderei einer Saisonvorbereitung ein Ende: An diesem Sonntag starten die Handballer des Elsflether TB in die neue Oberliga-Spielzeit. Um 17 Uhr empfängt die Mannschaft vom neuen Trainer Patrick Tulikowski den TuS Rotenburg in der Stadthalle. Es ist das erste von 26 Spielen, in denen es einzig und allein darum geht, genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Das Ziel

„Wir wollen einfach nur die Liga halten. Alles andere wäre vermessen“, sagt Tulikowski. Und selbst dieses bescheidene Saisonziel sei „unheimlich schwer zu erreichen“, wie der Coach meint. Was ein wenig nach Understatement klingt, ist bei genauerer Betrachtungsweise aber einfach nur realistisch. Die gegnerischen Mannschaften haben es in sich, und selbst muss der ETB auf etliche Leistungsträger der vergangenen Jahre verzichten.

Der Kader

Der Kader hat sich im Vergleich zur Vorsaison markant verändert. Florian Doormann und Ruven Rußler haben ihr Karriereende verkündet, und Linksaußen Justus Pille wird aufgrund seines Studiums wahrscheinlich – wenn überhaupt – nur ganz selten zur Verfügung stehen. Außerdem hat sich Michael Schröder dem Ligakonkurrenten TV Cloppenburg angeschlossen. Als Zugänge durfte Tulikowski die Nachwuchshoffnungen Gunnar Schwarting, Marlon Martens (beide SVE Wiefelstede), Renke Gronau (OHV Aurich II) und Niklas Rätzke (HSG Phönix) beim Trainingsauftakt begrüßen.

Die Abgänge sind nur schwer zu kompensieren, richten sollen es nun die übrig gebliebenen bewährten Kräfte. Weil die Neuen zwar mit viel Potenzial ausgestattet sind, aber noch ein wenig Zeit brauchen, um zu gleichwertigen Alternativen zu reifen, stellt sich die „Erste Sieben“ fast schon von alleine auf. Im Rückraum führt zu Saisonbeginn kein Weg an Bastian Rambau, Sascha Klostermann und Fynn Oberegger vorbei. Am Kreis ist Chris Danielzik derzeit konkurrenzlos, und im Tor ist Marcel Völkers gesetzt. Der andere Schlussmann Matthias Wagenaar ist erkrankt, hat die komplette Vorbereitung verpasst und wird vorerst durch Daniel Bielefeld ersetzt. Der Keeper der Reservemannschaft soll aber nur im absoluten Notfall eingesetzt werden, um sich nicht festzuspielen und damit für die Zweite auszufallen. Gleichwertige Alternativen hat Tulikowski also lediglich auf den Außenpositionen zur Verfügung, wobei dort Renke Gronau (links) und Lasse Pape (rechts) derzeit die Nase vorn haben.

Der Coach hofft aber, dass sich die jungen Neuzugänge, die allesamt aus tieferen Spielklassen zum ETB gestoßen sind, schnell an die raue Oberligaluft gewöhnen. „Dann wird sich deren Einsatzzeit automatisch immer mehr erhöhen“, kündigt Tulikowski an.


Die Vorbereitung

Schon während der Vorbereitungszeit hat der Trainer eine stete Weiterentwicklung wahrgenommen. „Wir haben uns immer mehr gesteigert. Das stimmt mich sehr positiv“, sagt Tulikowski. Besonders zufrieden war er mit dem Auftreten vor zwei Wochen beim Turnier des TV Dinklage, das der ETB als Zweiter beendete. Doch Tulikowski warnt vor zu viel Selbstzufriedenheit: „Eine tolle Vorbereitung zählt nicht. Was zählt ist das, was wir ab Sonntag in den Punktspielen auf die Platte bringen.“

Die Spielweise

Die Zuschauer können sich auf ein rasantes Elsflether Spiel einstellen. Zumindest ist das Tulikowskis Wunsch. Weil er im Positionsspiel noch etwas fehlende Durchschlagskraft ausgemacht hat, soll das Tempospiel sowohl in der ersten als auch in der zweiten Welle forciert werden. Die große Elsflether Stärke war in den vergangenen Jahren aber stets die Defensive. Doch auch da ist Tulikowski zu Änderungen gezwungen. „Früher haben wir mit einer 5:1-Deckung gespielt, weil hinten drin Florian Doormann alles abgeräumt hat. Florian ist aber nicht mehr da. Deshalb werden wir jetzt mit einer 6:0-Deckung spielen“, sagt der Coach.

Die Liga

Tulikowski geht mit großer Vorfreude in die Saison, ist sich aber der Schwere der Aufgabe bewusst. „Unsere Chance auf den Klassenerhalt liegt bei ungefähr 1:99“, sagt Tulikowski. Vorgesehen sind zwei Absteiger, Tulikowski rechnet wegen der gleitenden Skala aber mindestens mit drei Absteigern.

Bei der Frage, wen der ETB denn in der Tabelle hinter sich lassen möchte, fallen Tulikowski zunächst einmal nur die Aufsteiger TV Oyten und TSV Bremervörde ein, wobei er beiden Teams keinesfalls die Qualität absprechen möchte. Der Rest der Liga sei einfach nur noch viel stärker. „Wir müssen sehen, dass wir immer wieder für Überraschungen sorgen. Dass das möglich ist, hat Elsfleth in den vorigen Jahren immer wieder bewiesen. Vor allem zu Hause“, sagt Tulikowski. „Wir können nur positiv überraschen.“

Der erste Gegner ist am Sonntag Rotenburg. Tulikowski hofft auf große Unterstützung von der Tribüne. „Das wäre ganz wichtig. Die Jungs brauchen das auch, um gute Leistungen zu bringen. Am besten gleich Sonntag gegen Rotenburg, damit wir gut in die Saison starten können“, sagt der Coach. Zu Hause könne sein Team jeden Gegner ärgern. Dann mal los – am Sonntag gegen Rotenburg.

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