Elsfleth - „Jetzt reicht es uns!“ Elsflether Kunden des Anbieters Vodafone sind mit ihrer Geduld am Ende. Seit Jahresbeginn ärgern sie sich über immer wieder auftretende Störungen im Internet, Fernsehen und Telefon. Über die Facebook-Seite der Elsflether Gruppe „We love Elsfleth“ hatte der Nutzer Gerd Wenzel die Empfangsprobleme öffentlich gemacht und den Stein ins Rollen gebracht.
In der vergangenen Woche lud der Administrator der Gruppe, Sven Lüers, betroffene Bürger zum Austausch auf dem Elsflether Campus ein. Die Gruppe hatte an diesem Tag auch auf die Teilnahme eines Vodafone-Vertreters gehofft. Man sei mit der Auskunft, der zuständige Mitarbeiter befinde sich im Urlaub, abgespeist worden, so die Mitglieder der Gruppe.
Die Totalausfälle könnten eventuell von einem defekten Gerät in einer Elsflether Wohnsiedlung ausgehen, hatte ein Vodafone-Vertreter bereits Anfang Juli gemutmaßt, nachdem Techniker des Unternehmens vergeblich nach der Fehlerquelle in Elsfleth gesucht hatten.
Getan hätte sich seitdem gar nichts, betonten die betroffenen Elsflether: „Mal streikt das Internet, mal kann man nicht telefonieren, im Fernsehen erscheint das Programm verpixelt oder ohne Ton. Es gibt Tage, wo alles läuft und dann bricht wieder alles zusammen.“
55 Teilnehmer beteiligten sich jetzt an der Umfrage der FB-Gruppe. 30 von 36 Nutzern, die sich an der Umfrage beteiligten, sind im gesamten Stadtgebiet nach Auswertung der Umfrage von Störungen im Vodafone Kabel-Internet betroffen, 25 meldeten Störungen im Kabel-Fernsehen, hauptsächlich würden die Störungen abends auftreten, schrieben 44 Nutzer, Störungen nachmittags meldeten 35 Nutzer und bei 28 Nutzern treten die Störungen bereits morgens auf.
Die Gruppe wirft dem Anbieter Vodafone vor, nicht kooperativ zu sein und sich nicht für die Probleme ihrer Kunden zu interessieren: „Der Einzelne zählt bei Vodafone nicht!“ Ein funktionierendes Internet sei besonders für Teilnehmer, die sich derzeit im Home-Office befinden, unverzichtbar, sagte der Elsflether Heinz Doormann.
Und auch das ärgert die betroffenen Nutzer: „Wir zahlen für eine Leistung, die vom Anbieter nicht vollbracht wird!“ Die Teilnehmer der Versammlung entschieden sich einstimmig dafür, sich bei der Bundesnetzagentur über die Lösung der Probleme zu informieren und gemeinsam einen Rechtsbeistand zu kontaktieren.
