Elsfleth - Elsfleth soll einen Fitnesspark bekommen. Darüber waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Landschaftsschutz sowie Bau und Straßen einig. Lediglich über den Standort gab es Diskussionsbedarf. In Zeiten der Corona-Pandemie, in der Fitnessstudios geschlossen sind und Sportvereine ihre Angebote nicht vorhalten dürfen, wünschen sich viele Elsflether eine Möglichkeit, im Freien zu trainieren.
Viele Anfragen
Wie Verwaltungsmitarbeiter Martin Kopka am Donnerstagabend berichtete, erhält die Verwaltung derzeit Anfragen von Bürgern, ob in Elsfleth ein solcher Fitnesspark oder Fitnessparcours im Freien angelegt werden könnte. Durch Sponsoren könnte eine Kofinanzierung erfolgen, sagte Martin Kopka. Politik und Verwaltung könnten Spenden dafür einwerben, berichtete er.
Die Verwaltung hatte sich bereits nach Standorten umgeschaut. Der Fitnesspark soll für alle gut zu erreichen sein. Gleichzeitig solle er ein wenig vor Blicken geschützt sein, erläuterte Klaus Bollingerfähr von der Stadtverwaltung.
Mögliche Standorte
Der größte Standort-Favorit, der Promenadenweg an der Hunte, südlich des Panorama-Gebäudes, war leider schon vor der Sitzung ausgeschieden. Am Dienstag sei ein Vertreter eines Fitness-Geräteherstellers vor Ort gewesen, erzählte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs. Dabei sei schnell deutlich geworden, dass die dort zur Verfügung stehenden Flächen nicht ausreichen, da bestimmte Abstände nach DIN-Norm eingehalten werden müssen. Ein weiterer Vorschlag war, den Fitnesspark neben dem künftigen Bouleplatz an der Ecke Wurpstraße/Gorch-Fock-Straße einzurichten. Hier könnte die Buchsbaumhecke einen Sichtschutz bieten. Ratsmitglied Wolfgang Nieß (SPD) argumentierte, dass Boule ein Spiel der Ruhe und Entspannung sei, seiner Meinung nach beiße sich dies mit dem Betrieb eines Sportparcours. Ein weiterer Standortvorschlag war der Huntepark an der Weserstraße (neben der Hausnummer 24). Dort wäre Platz für vier Geräte, berichtete Brigitte Fuchs. Am neuen Kindergarten an der Wurpstraße beim Hallenbad könnte der Fitnesspark ebenfalls entstehen. Auch den Bereich Battermanns Busch (zwischen der Parkstraße und der Werftstraße) brachte die Verwaltung ins Spiel. Hier wollte Ratsmitglied Malte Lübben (CDU) wissen, ob der Bereich über eine ausreichende Drainage verfüge. Denn bei dem aktuellen Wetter sei der Bereich ziemlich nass, argumentierte er.
Jedes Gerät würde Fallschutzmatten als Untergrund bekommen, sagte Klaus Bollingerfähr, so dass die Sportler nicht auf dem Rasen stehen müssten. Bauhofleiter Tino Kaplan berichtete, dass der hintere Bereich dort nicht so nass sei.
Ratsmitglied Gudrun Göhr-Weber (Grüne) meinte, der Fitnesspark könne eine Chance für den Battermanns Busch sein. Das Gelände käme viel zu kurz und so könnten vielleicht auch die Wege erneuert werden. Auch Ratsfrau Ingrid Miodek lobte diesen Standort. Praktisch sei hier der angrenzende Spielplatz, sagte sie. So könnten die Kinder spielen während ihre Mütter trainieren, meinte Miodek. Ratsmitglied Karin Gehlhaar schlug darüber hinaus einen Weg an der Ecke Magellanstraße/Biscayastraße als Standort vor, der in Richtung des Lienekanals verläuft. Dieser werde von vielen Joggern genutzt.
Eine abschließende Entscheidung über den Standort vertagten die Ausschussmitglieder. Sie wollen sich in den Fraktionen noch einmal beraten und den Fitnesspark in der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport am Donnerstag, 28. Januar diskutieren.
