Elsfleth - Rinder auf Abwegen: Am Donnerstag mussten insgesamt vier Tiere aus dem Bardenflether Tief gerettet werden. Wie Stefan Wilken, Stadtpressewart der Feuerwehr Elsfleth, mitteilte, war die Freiwillige Feuerwehr gegen 10 Uhr alarmiert worden.
Die Alarmierung „Großtierrettung“ war nicht untertrieben. Im Bereich des Bardenflether Tiefs, in Höhe Fünfhausen-Hüllsweg, waren vier Rinder in den Kanal geraten. Zur Rettung auf dem relativ breiten Gewässer war ein Boot erforderlich. Laut Stefan Wilken standen die Tiere bis zu ihren Schultern im Wasser.
Die Rettungsaktion der Feuerwehr lief zügig an. Von einem Schlauchboot aus konnte dem ersten Tier ein Tau umgelegt werden, um es aus dem Kanal zu ziehen. Bei zwei weiteren Tieren gestaltete sich die Rettung laut Pressesprecher schon etwas schwieriger. Ein weiteres Schlauchboot musste hinzugeholt werden, um auch diese beiden Rinder zu retten.
Problematisch gestaltete sich die Rettung des vierten Tieres. Es war geflüchtet und hatte sich mehrere hundert Meter weit im Kanal entfernt. Es begann ein Katz- und Maus-Spiel. Kaum war das Tier von den Rettern eingeholt worden, kehrte es auch schon wieder um und flüchtete in die andere Richtung. Erst als ein drittes Schlauchboot hinzukam, konnte das vierte Tier eingefangen und aus dem Kanal gezogen werden.
Zu kämpfen hatten die Retter auch mit anderen Schwierigkeiten: So ist das Ufer teilweise stark bewachsen und somit der Zugang zum Gewässer erschwert. Hinzu kommen steile Böschungen, die beim Einsatz ebenfalls für Probleme sorgten.
Warum die Rinder in den Kanal gerieten, ist nicht bekannt. Der gesamte Einsatz dauerte etwas fünf Stunden. An der Rettungsaktion waren 29 Einsatzkräfte mit fünf Einsatzfahrzeugen und drei Schlauchbooten beteiligt.
